Birmensdorf

Jahresrechnung: Grundstückhandel bleibt für die Gemeinde ein Goldesel

Die politische Gemeinde kann auf ein gutes Steuerjahr zurückblicken.

Die politische Gemeinde kann auf ein gutes Steuerjahr zurückblicken.

Einstimmig wurden die Jahresrechnung der Sekundarschul-, der Primar- und der politischen Gemeinde angenommen.

Ohne Gegenstimme winkten die 86 Anwesenden der Birmensdorfer Gemeindeversammlung von gestern Abend die Jahresrechnung der politischen Gemeinde durch. Anstelle eines Minus von 3,8 Millionen Franken konnte Finanzvorsteherin Gabriela Stampa (parteilos) ein Minus von lediglich 1,2 Millionen präsentieren. Bei einem Aufwand von 28,7 Millionen Franken erzielte die Gemeinde einen Ertrag von 27,5 Millionen Franken. Es handle sich um die letzte Jahresrechnung nach dem alten Rechnungslegungsmodell, sagte Stampa. Trotz des guten Ergebnisses fielen einige Ausgaben höher aus als vorgesehen. In den Bereichen Pflegefinanzierung und gesetzlicher wirtschaftlichen Hilfe etwa waren die Kosten höher.

«Von den 44 Steuerprozenten für die politische Gemeinde sind 30 Prozent gebundene Kosten für die Sozialhilfe», sagte Stampa. Weniger ausgegeben wurde im Bereich Investitionen ins Verwaltungsvermögen, was zu tieferen Abschreibungen führte.

Budgetabweichungen nach oben sind vorwiegend in Steuererträgen, insbesondere im Bereich Grundstückgewinnsteuer, zu finden. Zum Vergleich: Ordentliche Steuern wurden rund 7 Millionen eingenommen. Die Grundstückgewinnsteuern betrugen 3,5 Millionen. «Im vergangenen Jahr konnten wir wegen unserer hohen Liquidität ein Darlehen von 2 Millionen Franken vollständig zurückzahlen», so Stampa. Daher konnte das Fremdkapital auch gesenkt werden.

Sonderschulung macht Unterschied

Auch der Finanzvorsteher der Sekundarschulgemeinde, Peter Zimmermann (parteilos), hatte gute Nachrichten für die Versammlung. Die Rechnung schloss mit einem Plus von 1,3 Millionen Franken. «Dies hilft uns, künftige Investitionen zu bewältigen», sagte er.

Einstimmig nahmen die 86 Stimmberechtigten auch diese Rechnung an. Erwartet hatte man einen Ertragsüberschuss von lediglich knapp 300 000 Franken. Die Aufwände betrugen 5 Millionen Franken und die Erträge 6,3 Millionen Franken. Das Eigenkapital erhöht sich auf 6,5 Millionen Franken. «Den grössten Brocken dieses guten Ergebnisses machten Ausgaben im Bereich Sonderschulung aus, die nicht getätigt werden mussten», sagte Zimmermann.

Auch Jacqueline Lieberherr (FDP), Finanzvorsteherin der Primarschulgemeinde, konnte sich über ein einstimmiges Ja zu ihrer Rechnung freuen. Diese wies ein Minus von gut 900 000 Franken auf. Damit lag sie nur 200 000 Franken neben den Erwartungen. Ein Minus von 1,1 Millionen Franken war budgetiert. Dies bei einem Aufwand von 11,7 Millionen Franken und einem Ertrag von 10,8 Millionen Franken.

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