Birmensdorf

In jedem Kürbis steckt ein Monster

Das Schnitzen von furchteinflössenden Kürbisse ist Tradition bei Halloween. Jedoch nicht alle Kinder schnitzten böse Gesichter – in Birmensdorf sind auch freundliche Geister beliebt.

Ausgehöhlt waren die Kürbisse im Nu. Dem Gemüse danach ein gruseliges Gesicht zu verpassen, verlangte den Kindern im Familienzentrum Birmensdorf gestern jedoch sehr viel mehr Fingerfertigkeit ab. «Mein Kürbis soll zum Fürchten aussehen», sagt eine fleissige Schnitzerin, die ihrem Kürbismonster ein Paar Augenbrauen verpasst.

Weniger geduldige Hobbyschnitzer haben sich bereits in die Spielecke zurückgezogen und überlassen die «Nifeliarbet» ihren Mamis und Grossvätern. Nicht so Matilda, Soleya und Malaika, die sich nur in kritischen Momenten von einem Erwachsenen helfen lassen. Anstelle einer bösen Fratze setzen sie ihren Kürbissen lieber ein breites Strahlen auf.

An den passenden Werkzeugen fehlt es ihnen nicht. Längst sind die Schweizer Detailhändler auf den hiesigen Halloween-Trend aufgesprungen und bieten eine breite Palette von Schnitzmessern, Aushöhl-Löffelchen und Mini-Sägen an. Nicht alle Kürbisse eignen sich auch für den Verzehr.

Gerade diejenigen mit weichem Fruchtfleisch, die gerne zum Schnitzen verwendet werden, seien ungeniessbar, sagt Bernadette Saner vom Elternforum Birmensdorf. Wer gestern aus Speisekürbissen Halloween-Fratzen schnitzte, sammelte die orangen Schnipsel für die Suppe zu Hause. An Suppe denken die Mädchen und Knaben beim Schnitzen aber noch nicht. Eher an den perfekten Standort für ihr Monster.

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