Wie soll es mit dem Hotel in Geroldswil weitergehen? Das ist eine der Fragen, die sich in der Gemeinde hinsichtlich der Zukunft des Zentrums stellt. Die Begleitkommission Zentrumsentwicklung hat diese Woche ihre Vorschläge dazu bekannt gegeben: Die Gemeinde soll das Hotel auf lange Sicht aufgeben und die beiden Geschosse zu Mietwohnungen umbauen (die Limmattaler Zeitung berichtete).

Gemeindepräsident Michael Deplazes sagt auf Anfrage, dass der Gemeinderat diese Idee unterstütze. Allerdings unternehme die Exekutive diesbezüglich in den kommenden zwei, drei Jahren noch keine weiteren Schritte. «Dazu ist es noch zu früh», sagt er.

Zwar läuft der Pachtvertrag mit der Gamag AG 2017 aus, doch Deplazes wünscht, dass er um fünf Jahre verlängert wird. «Die Gamag AG ist ein wichtiger Partner für uns», erklärt er. Werde der Vertrag wider Erwarten nicht verlängert, stünde die Gemeinde vor einer Situation, die sie neu beurteilen müsse. Damit rechnet Deplazes allerdings nicht, hat doch die Gamag AG bereits ihr Interesse signalisiert, den Vertrag nächstes Jahr zu verlängern.

Tut sie das, so wird das Gebäude frühestens 2022 frei. Wenn die Gemeinde es dann weiterhin als Hotel verpachten möchte, muss sie laut einer Studie sieben bis zehn Millionen Franken investieren. Dabei wäre jedoch nicht sicher, dass das Hotel dann auch rentiere, sagt Deplazes. Gemäss der Studie wäre dies selbst nach der Sanierung schwierig. Zudem sei nicht sicher, ob sie überhaupt einen neuen Pächter fänden, falls die Gamag AG auf 2022 ausstiege, sagt Deplazes.

Betrieb soll gewährleistet sein

Deshalb erscheint eine Umnutzung derzeit als die bessere Option. Dennoch will die Gemeinde den notwendigen Unterhalt leisten, damit ein störungsfreier Betrieb des Hotels auch weiterhin gewährleistet werden kann.

Es deutet also alles darauf hin, dass in acht Jahren aus den Hotelzimmern Mietwohnungen werden. Wie viele das sein werden, kann Deplazes noch nicht abschätzen. Fest steht: Im Rahmen der Zentrumsentwicklung sollen insgesamt 70 bis 100 hindernisfreie Wohnungen entstehen.

Diese wären übrigens nicht nur für ältere Menschen vorgesehen. Die Wohnungen werden jedoch so gebaut, dass sie sich auch für Betagte eignen.