Die Trickdiebe gehen um: In Dietikon patrouillert die Stadtpolizei deshalb vermehrt beim Bahnhof. Die Taschendiebe haben es in erster Linie auf das Geld ihrer Opfer abgesehen. Dies bestätigt Thomas Winkelmann, Leiter Sicherheits- und Gesundheitsabteilung der Stadt Dietikon.

Dabei werden die Tricks immer raffinierter, Passanten sollten auf der Hut sein. Rolf Gasser, Sicherheitsberater der Kantonspolizei Zürich, sagt: «Man sollte nie seine Brieftasche auf Nachfrage nach Wechselgeld herauszunehmen.» Der Experte schlägt vor, eine unbekannte Person zum Geldwechseln an den Kiosk zu schicken.

Vor allem auf Plätzen, wo grosses Gedränge herrscht, sind Diebe gerne anzutreffen. «Einkaufszentren oder Bahnhöfe eignen sich für Betrüger am besten, denn dort können sie dank der grossen Menschenmenge unbemerkt Passanten anrempeln und ihnen Wertsachen entwenden», so Gasser. Gemäss dem Sicherheitsberater hätten es die Diebe vor allem auf ältere, gutgläubige und hilfsbereite Opfer abgesehen.

Nur das Nötigste mitnehmen 

Um sich vor solchen Trickbetrügern zu schützen, sollte man einige Sachen beachten. Gasser rät: «Immer nur das Nötigste dabei haben und diese Sachen gut im Auge behalten.» Denn Trickbetrüger bräuchten oft nicht mehr als wenige Sekunden, um eine Handtasche oder ein Portemonnaie zu entwenden. «Der Reissverschluss einer Tasche sollte immer geschlossen sein, damit der Dieb nicht direkt an die Wertsachen rankommt», sagt Gasser.

Allgemein rät der Sicherheitsbeamte, man solle immer einen gewissen «Intimabstand» wahren, das heisst, mindestens eine Armlänge Distanz zu einer Person halten. So können Verbrechen vorgebeugt werden, so Gasser.