Freizeit

Hallenbäder sind gut ins Jahr gestartet

Seit 2014 hat das Geroldswiler Hallenbad das, was die Dietiker schon seit Jahren haben: Eine Kletterwand. Bei Jugendlichen kommt sie gut an.

Seit 2014 hat das Geroldswiler Hallenbad das, was die Dietiker schon seit Jahren haben: Eine Kletterwand. Bei Jugendlichen kommt sie gut an.

2016 zählen die Hallenbäder der Region mehr Gäste als im letzten Jahr. Das Wetter ist die ausschlaggebende Ursache für diesen Trend, denn wintersportliche Aktivitäten gestalten sich in der Region als schwierig. Die Angebote der Hallenbäder verändern sich laufend.

Von den vier Limmattaler Hallenbädern ist das «Fondli» in Dietikon das Einzige, das noch nicht über einen Sitzlift für gehbeeinträchtigte Personen verfügt. Das soll sich bald ändern. «Zurzeit klären wir ab, welche Lösung für Dietikon am besten ist», sagt Bruno Rabe, der zuständige Leiter des Amts für Umwelt und Gesundheit.

Abzuklären gibt es viel: Nach Möglichkeit soll der Lift mobil sein und im Hallen- und im Freibad genutzt werden können. Doch die Beckenränder im Freibad sind höher als im Hallenbad. Und auch die Finanzierung muss gesichert sein.

Derzeit laufen Gespräche zwischen der Stadt und einem möglichen Lieferanten. Der Sitzlift ist das aktuellste Beispiel dafür, dass die Bäder im Limmattal ihre Angebote laufend verbessern.

Gerade mit ihren Preisen (siehe Tabelle) und ihren Zusatzangeboten unterscheiden sich die Bäder im Limmattal. Das Hallenbad Uitikon zum Beispiel hat zwei Saunas, eine läuft mit 80 Grad Celsius, die andere mit 90 Grad. Und am Sonntag haben die Uitiker Stimmbürger Ja gesagt zur 1,4-Millionen-Franken-Sanierung dieses Hallenbads.

Ist das Hallenbad Uitikon deshalb am teuersten? Michael Pavlicek – er leitet seit einem Monat das Uitiker Bad – winkt ab: «Im Gegenteil, unsere Preise sind günstig, denn der Eintritt in den Fitnessraum ist darin inbegriffen.»

Wer schon woanders ein Fitness-Abo hat, kann nach Urdorf ausweichen. Das dortige Bad ist bei den Einzeleintritten das günstigste – auch für auswärtige Gäste – und hat als einziges einen Whirlpool.

Die Eintrittszahlen in Urdorf steigen. Insgesamt wurden im Januar und Februar 1942 Einzeleintritte gekauft. 2015 waren es noch 1853. «Dieser Anstieg ist aber wahrscheinlich reiner Zufall», sagt Ramona Betschart, Sachbearbeiterin Liegenschaften und Sportbetriebe der Gemeinde Urdorf.

Schliesslich beträgt der Unterschied nur 89 Eintritte. Am häufigsten hüpfen Schwimmer mit einem Abonnement ins Wasser. So hat das Hallenbad Urdorf letztes Jahr insgesamt 486 Jahreskarten verkauft.

«Das ist eine sehr grosse Stammkundschaft», sagt Betschart. Das Hallenbad Spitzacker hat zwar schon länger einen Lift für gehbeeinträchtigte Personen. «So ein Lift ist natürlich nötig. Aber ich habe noch nie gesehen, dass er gebraucht wurde», so Betschart. Beeinträchtigte Personen würden stattdessen ins Nichtschwimmerbecken gehen.

Seit einem Jahr werden im Urdorfer Hallenbad keine Massagen mehr angeboten. Diese fanden jeweils direkt beim Badi-Eingang für Behinderte statt, ein eher unpraktischer Zustand.

Solarien out, Dampfbäder in

Der Trend von Solarien in Hallenbädern ist inzwischen beendet: Ab diesem Sommer wird das Hallenbad Uitikon das Einzige sein, das noch über ein Solarium verfügt. In Geroldswil ist das Solarium einem Dampfbad gewichen, in Dietikon ist es noch bis im Mai geöffnet, wenn die Freibad-Saison beginnt.

Ab dann sind im Hallenbad nicht nur Schwimmer, sondern auch Handwerker unterwegs: Sie bauen dort, wo jetzt das Solarium ist, ein Dampfbad. «Wenn alles gut läuft, wird das Dampfbad am 6. Juni eröffnet», sagt Bruno Rabe. Das nötige Geld, 170 000 Franken, hatte der Stadtrat im Juli 2015 gesprochen.

Auch das Dietiker Hallenbad kommt zurzeit gut an: Im Januar zählte das «Fondli» 8516 Gäste, das sind 563 mehr als noch im Januar 2015. Im Februar kamen 6328 Eintritte zusammen, das sind 99 mehr als im letzten Jahr.

«Die höheren Eintrittszahlen haben vor allem mit dem Wetter zu tun. Dieses Jahr ist es schwierig, in der Region Wintersport zu betreiben», sagt Bruno Rabe. «Wenn man schlitteln gehen könnte, wären die Eintrittszahlen wahrscheinlich tiefer.»

Zurzeit verkauft die Badi wenig Einzeleintritte. «In die Badi Dietikon kommen in den Wintermonaten etwa 90 Prozent der Gäste mit einem Abo», sagt Rabe.

Auch die Öffnungszeiten sind sehr unterschiedlich: Wer länger arbeitet, aber nicht auf sein Feierabendschwimmen verzichten will, kann das in manchen Bädern nicht jeden Tag tun. Geroldswil ist das einzige Hallenbad, das jeden Werktag bis 21.30 Uhr geöffnet hat.

Die Geroldswiler Chefbadmeisterin Maya Werder ist mit der Saison bislang zufrieden. Es kamen immer viele Gäste. Ausser im November, als das Wetter zu schön war fürs Hallenbad.

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