Acht Monate davon muss der Italiener, der seit 1990 in der Schweiz lebt, absitzen. Das Obergericht verschärfte damit die ausgesprochene Strafe der Erstinstanz. Diese hatte den Beschuldigten zu einer Freiheitsstrafe von 28 Monaten verurteilt, 6 Monate davon unbedingt. Der Mann muss nun damit rechnen, nach Verbüssung seiner Strafe nach Italien ausgeschafft zu werden.

Gemäss Anklage hat der Beschuldigte zusammen mit einem Komplizen geplant, im Mai 2010 in der Zürcher Innenstadt einen Bankkurier zu überfallen. Das Duo rechnete demnach mit einer Beute von rund 150'000 Franken.

Für ihren Coup hatten sich die beiden Schusswaffen, einen Pfefferspray sowie Sturmhauben besorgt. Zudem kundschafteten sie laut Anklage mögliche Fluchtwege aus und heuerten für ihre Flucht einen Chauffeur mit Wagen an.

Er war einer der Täter im Zürcher Jahrhundert-Postraub. Sieben Männer, die am Fraumuenster Postraub beteiligt waren, mussten sich im Jahr 2000 im Berufungsprozess vor dem Obergericht verantworten.

Domenico Silano.

Er war einer der Täter im Zürcher Jahrhundert-Postraub. Sieben Männer, die am Fraumuenster Postraub beteiligt waren, mussten sich im Jahr 2000 im Berufungsprozess vor dem Obergericht verantworten.

Vor der Tat zerstritten

Weil sich das Duo zerstritt, platzte das Vorhaben. Im Herbst 2011 wurden die beiden trotzdem verhaftet. Denn die Polizei hatte Telefongespräche des Beschuldigten abgehört. Er verbrachte 128 Tage in Untersuchungshaft. Sein Komplize wurde bereits im letzten Jahr rechtskräftig verurteilt.

Der grundsätzlich geständige Italiener gab vor Obergericht gewisse Vorbereitungshandlungen zu. Wegen seines Sohnes habe er jedoch von der Tat abgesehen. Sein Verteidiger plädierte für einen Freispruch in den wichtigsten Anklagepunkten. Sein Klient habe rechtzeitig vom Vorhaben abgelassen und den Plan nicht zu Ende geführt, machte der Anwalt geltend.

Der Staatsanwalt verlangte hingegen eine markante Straferhöhung gegenüber der Vorinstanz auf 30 Monate unbedingt. Er begründete dies damit, dass der Beschuldigte weder Reue noch Einsicht zeige.

Das Gericht folgte schliesslich der Anklage, setzte aber eine tiefere Freiheitsstrafe fest. Dass der Beschuldigte wegen seinem Sohn von der Tat abgesehen habe, kauften ihm die Richter nicht ab. Vielmehr hätten äussere Umstände zum Rückzug geführt. Dazu gehörten die vorzeitige Flucht des Komplizen nach Italien sowie die Verhaftung von eingeweihten Landsleuten.