Dietikon

Fleissige Kinderhände bauen Winterunterschlupf für Igel

Motiviert und voller Freude sammeln Kinder zwischen vier und sieben Jahren Holz, Äste und Laub zusammen. Sie wollen helfen, die Igel auf den Winter vorzubereiten.

Grosse Äste werden von kleinen Kinderhänden über den Chrüzacher in Dietikon transportiert. In der Freizeitanlage helfen sich alle gegenseitig, denn das Holz ist ziemlich schwer. Die Äste werden für ein Igelnest gebraucht. Die Kinder zwischen vier und sieben Jahren wissen, warum das wichtig ist. «Der Igel überwintert im Nest. Die Gärten sind oft so aufgeräumt, dass der Igel dort keinen Unterschlupf findet, deshalb bauen wir einen für ihn», sagt die sechsjährige Milla. Die Kursleiterinnen Heidi Bizio und Mirjam Spring haben sich hierfür einen Platz am Zaun ausgesucht, wo niemand hintritt. «In diesem Kurs vermitteln wir den Kindern spielerisch Wissen zu Wildtieren in der Stadt», sagt Spring. Der Igel eigne sich dazu besonders gut, da er ein Sympathieträger sei. Den Kindern sollen Geschichten das Leben und die Umwelt des Tiers näherbringen.

Als alle Äste an ihrem Platz liegen, muss Laub gesammelt werden. Die Kleinen füllen Tüten und Plastikbehälter mit bunten Blättern vom Boden. «Mir macht der Kurs Spass, da ich sehr gerne draussen spiele», sagt der vierjährige André. Auch Leonie, fünf Jahre alt, sucht gerne Laub für die Überwinterung zusammen. «Wir haben zu Hause ein Igelhäuschen, in dem immer wieder Igel leben. Deshalb interessiert mich das Tier.» Nachdem die Blätter über dem Nest verteilt sind, müssen die Kinder die Tüten noch einmal füllen, denn ganz reichen die gesammelten Blätter noch nicht aus. Sobald das erledigt ist, wird Mittag gemacht. Denn so langsam meldet sich bei einigen schon der Hunger. Nach der ganzen Arbeit haben sich die Kinder die Bratwurst auch verdient.

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