Oberengstringen

Erweiterung des Schulhauses Allmend: Die Lastwagen dürfen über Mittag nicht zur Baustelle

Seit gestern wird das Schulhaus Allmend erweitert. Und die Gemeinde schmiedet einen neuen Plan zur Sanierung der Sportanlage.

Weil es zu wenig Schulzimmer hat, haben Oberengstringer Schüler im Schulhaus Allmend zeitweise Unterricht im Korridor. Erst im August 2017 ist damit Schluss: Dann soll die 7,9 Millionen Franken teure Erweiterung des Schulhauses in Betrieb genommen werden.

Die Schule gewinnt so unter anderem fünf neue Klassenzimmer und fünf neue Gruppenräume. Seit gestern wird bei der Allmend geschaufelt, die grüne Wiese weicht einer braunen Grube. Bis Ende Jahr soll der Rohbau des neuen dreigeschossigen Schulgebäudes fertig sein. Es ist nicht die einzige Baustelle.

Denn in den Sommerferien startet die Sanierung des bestehenden Pausenplatzes. Sie dauert bis zu acht Wochen. Darum steht den Schülern zum Schuljahresbeginn 2016/2017 nicht der ganze Platz zur Verfügung.

Weil der Baustellenverkehr den Schulweg von Hunderten Kindern und Jugendlichen tangiert, gibt es ein Sicherheitskonzept: Von 11.55 bis 12.10 Uhr gilt im Bereich der Schule ein Fahrverbot für Lastwagen. Zudem dürfen die Lastwagenfahrer nur von Westen her, über die Dorfstrasse und den Kirchweg, zur Baustelle gelangen.

Auf dem Kirchweg-Trottoir wurden zudem links und rechts des Baustelleneingangs Hindernisse aufgestellt, die nur zu Fuss passierbar sind. Für gedrosseltes Tempo im Baustellenverkehr sorgen zudem die vorhandenen Strassenschwellen auf dem Kirchweg. Aus Rücksicht auf den Schulbetrieb wollen die Baufirmen sehr lärmige und viel Staub hervorrufende Arbeiten während der Schulferien ausführen.

Auch Anliegen der Denkmalpflege mussten die Planer berücksichtigen, da das 1970 erbaute Schulhaus Allmend im Inventar der Denkmalpflege als Objekt von regionaler Bedeutung erfasst ist.

Denkmalpflege: Schrank bleibt

Das Treppenhaus des alten Gebäudes wird mit dem neuen Gebäude auf allen drei Geschossen verbunden. Im alten Gebäudeteil befinden sich zum Beispiel Wandschränke, die erhalten bleiben müssen. Weg dürfen hingegen die WC-Räume gleich neben dem Treppenhaus: Dort kommt ein neuer Lift hin.

Rund eine Viertelmillion Franken kostet zudem die Umsetzung der feuerpolizeilichen Vorgaben im alten Gebäude. Die kantonale Gebäudeversicherung übernimmt davon 120 000 Franken – der einzige externe Beitrag an die Gesamtkosten. Auch das Lehrerzimmer im alten Gebäude wird saniert. Dort muss mit der Denkmalpflege noch abgesprochen werden, was alles erhalten bleiben soll.

«Ich freue mich, bald durch die Räume zu gehen, die in unseren Köpfen entstanden sind», meinte Architekt Peter Schneider am gestrigen Spatenstich. 2012 stand er zum ersten Mal bei der Schulanlage, um sich vor Ort ein Bild zu machen, nachdem die Gemeinde den Architekturwettbewerb ausgeschrieben hatte.

Noch länger wartet Gemeinderätin und Schulpräsidentin Elsbeth von Atzigen auf den Erweiterungsbau. Als 2005 das neue Volksschulgesetz umgesetzt wurde, sei klar gewesen, dass bei der Schulanlage Allmend Handlungsbedarf besteht. «Aus Schulsicht warten wir schon seit zehn Jahren auf diese Erweiterung», so von Atzigen gestern.

Neues Projekt kommt im Juni

Sportler warten hingegen auf die Sanierung der 1964 erbauten Sportanlage Brunewiis. 2014 hatte das Volk einen 3,7-Millionen-Franken-Kredit für die Sanierung abgelehnt. Allein der geplante Kunstrasen hätte 1,8 Millionen Franken gekostet. Gestern sagte nun Gemeinderat und Liegenschaftenvorstand Jean Fritz Weber, dass die Gemeinde zurzeit ein neues Sanierungsprojekt ausarbeite, das sie diesen Juni vorstellen will.

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