Wie sollen die Bewohner des Zelgli-Quartiers nach dem Ausbau der Engstringerkreuzung sicher über ebendiese gelangen?
Die sichere Überquerung der Bernstrasse erregte grosses Aufsehen in jüngster Zeit. Insbesondere sorgten sich Eltern um ihre Kindergartenkinder. Nach einer Petition und einer Aufsichtsbeschwerde wurde die Schule aktiv und organisierte einen Pedibus, wonach Eltern die Kinder über die Strasse begleiten. Die Kreuzung wird in den kommenden Jahren noch weiter ausgebaut, und zwar im Rahmen der flankierenden Massnahmen für die Limmattalbahn. FDP-Gemeinderat Dominic Schläpfer wollte in der Gemeinderatssitzung von Montagabend wissen, ob sich der Stadtrat für die Erstellung einer Passerelle über diesen künftigen «Verkehrs-Moloch» einsetzt. Stadtpräsident Markus Bärtschiger (SP) verwies in seiner Antwort darauf, dass man zwar noch diverse Treffen mit der Tiefbaudirektion wahrnehmen werde. «Doch erfüllt das Projekt die baulichen Anforderungen aus Sicht des Kantons vollends. Es wird also schwierig, einen angenehmeren Übergang zu erwirken», so Bärtschiger. Zudem würden dem Stadtrat erst Ende Monat die definitiven Pläne des Ausbaus vorliegen. Die Kritik basiert also auf älteren Planungen. Alle Direktbetroffenen haben ab Veröffentlichung der Pläne die Möglichkeit, Einsprache einzureichen. «Dies wird der Stadtrat mit grösster Wahrscheinlichkeit tun», so Bärtschiger. Denn: Es sollen beim Ausbau der Bernstrasse nicht dieselben Fehler gemacht werden, wie beim Ausbau der Zürcher- und Badenerstrasse in den 1960er-Jahren. Damals wurde Schlieren zweigeteilt.


Hat die Stadt Schlieren ein Konzept, wie sie das Verkehrsmittel der Zukunft in den aktuellen Verkehr integrieren will?
Für Velofahrer weise Schlieren oftmals schwierige Bedingungen auf, wie Gaby Niederer (Quartierverein) feststellte. Daher wollte sie wissen, ob ein kommunales Velokonzept besteht. Immerhin handle es sich beim Velo unumstritten um das Verkehrsmittel der Zukunft. Markus Bärtschiger verwies darauf, dass der kommunale Verkehrsrichtplan 2017 in Kraft trat und darin das Velonetz festgelegt sei. Ein Grossteil der Schwachstellen im städtischen Velonetz würden zudem auf Kantonsstrassen und nicht auf Gemeindestrassen auftreten. In den vergangenen Jahren wurden gemeinsam mit dem Kanton diverse Veloweg-Analysen durchgeführt, unter anderem eine für die künftige Velo-Schnellstrasse in Richtung Dietikon und Altstetten. Nach Ansicht des Kantons sei die Stadt somit gut aufgestellt, bemerkte Bärtschiger.


Gibt es dieses Jahr einen Adventsmarkt in Schlieren?
Ob es künftig in Schlieren noch einen Adventsmarkt gibt oder nicht, steht in den Sternen. Gemeinderat Thomas Widmer (Quartierverein) wollte wissen, ob dieses Jahr einer organisiert wird und wenn nicht, was schiefgelaufen ist. Markus Bärtschiger erklärte, dass der ursprünglich vom Frauenverein veranstaltete Event wegen mangelnder Nachfrage erst eingestellt wurde, dann allerdings durch den Hüslimarkt ersetzt wurde. Doch auch hier blieben die Besucher aus. Dieses Jahr liebäugelte der Verein Event Schlieren mit der Durchführung, habe jedoch einsehen müssen, dass der Aufwand zu gross wäre. Besonders, da er parallel noch das grosse Stadtfest vom kommenden Jahr organisiert. Weil das Raunen aus der Bevölkerung derart gross gewesen sei, werde dieses Jahr ein reduzierter Markt durchgeführt. Doch stellte der Stadtpräsident infrage, ob es Aufgabe der Stadt sei, einen Adventsmarkt zu veranstalten. «Viel eher ist dies ein Anlass, der von Privaten durchgeführt werden sollte.»


Warum hat es eigentlich einen Fussgängerstreifen auf den Gleisen der Limmattalbahn?
Auf dem brandneuen Schlieremer Stadtplatz sind auf den Tramgleisen der Limmattalbahn Fussgängerstreifen aufgeklebt. Thomas Grädel (SVP) wollte wissen, wer auf diesem votrittberechtigt ist: das Tram oder der Fussgänger? Sicherheitsvorsteher Pascal Leuchtmann (SP) verwies darauf, dass das Tram den Vortritt habe. Doch fahre bislang noch keines, weshalb die Fussgänger Vortritt vor den anderen Verkehrsteilnehmern haben. Der Streifen sei nur eine temporäre Markierung und werde spätestens bis kommenden Sommer wieder entfernt. Dann nimmt das Tram 2 seinen Betrieb bis nach Schlieren Geissweid auf.


Wie kommen gehbehinderte Menschen ohne Lift ins Becken
des Freibads «Mösli»?
Als er nach der Sanierung 2011 erstmals das Freibad Im Moos besuchte, beobachtete Gemeinderat Roger Seger (SP), wie zwei Mitarbeiter einem gehbehinderten Mann helfen wollten, die Treppe ins Bassin zu überwinden. «Warum baute man in Zeiten der Gleichstellung von behinderten Menschen keinen Lift ein, mit dessen Hilfe man ins Schwimmbecken eintauchen kann?», fragte Seger den Stadtrat. Immerhin wurde das Bad damals für rund sechs Millionen saniert, schob er nach. Werkvorstand Andreas Kriesi (GLP) verwies in seiner Antwort darauf, dass das Schlieremer Freibad die Anforderungen der Behindertenorganisation Procap erfülle. «Weil in jüngster Zeit aus der Bevölkerung kein Poollift gewünscht wurde, haben wir auch keinen angeschafft», so Kriesi. Auf die kommende Badesaison werde man jedoch dieses Angebot zur Verfügung stellen und hoffe, dass es rege genutzt werde.


Wie rege werden Abfallsünder in der Stadt Schlieren gebüsst?
Immer wieder würden ihm die Aufkleber auf den Abfallkübeln ins Auge stechen, sagte Manuel Kampus (Grüne). Besonders die darauf ausgesprochene Busse habe ihm zu denken gegeben. Er wollte vom Stadtrat wissen, wie viele solcher Bussen in der Höhe von 100 Franken bereits ausgesprochen wurden. Werkvorstand Pascal Leuchtmann (SP) verwies darauf, dass eine detaillierte Statistik fehle. Es gebe verschiedene Arten der Übertretung, die mit einem mündlichen Verweis oder mit einer Ordnungsbusse bestraft werden können. Die Verstösse reichen von Littering (Abfall auf die Strasse werfen) bis hin zu illegaler Abfallentsorgung (Hausabfall in öffentliche Abfalleimer werfen). Im Rahmen einer Schwerpunktaktion der Polizei von diesem Sommer ist es zu sechs mündlichen Verweisen, drei Ordnungsbussen und einer Verzeigung gekommen. Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 16 Verzeigungen gegen das Abfallgesetz an den Statthalter rapportiert. «Dabei ging es mehrheitlich um illegale Abfallentsorgung und nicht um Littering», so Leuchtmann.


Warum wird die wilde Parkiererei vor dem SBB-Neubau toleriert?
Die ersten Bewohner der SBB-Überbauung beim Bahnhof Schlieren haben ihre Wohnungen bezogen, bald folgt die Post, die ihre Filiale von der Uitikonerstrasse ins dortige Erdgeschoss verlegt. Doch fiel Gemeinderat Dominik Ritzmann (Grüne) auf, dass auf dem Platz davor zwar das Parkieren untersagt ist. «Trotzdem werden darauf fleissig Autos abgestellt», monierte er. Er wollte wissen, warum dagegen nichts unternommen wird. Die Schlussabnahme der Überbauung würde erst noch stattfinden, da die Bauarbeiten noch nicht komplett abgeschlossen seien, sagte Markus Bärtschiger. Die Wildparkiererei habe bislang noch keine negativen Auswirkungen auf die Verkehrsführung gehabt, sagte er weiter und bemerkte abschliessend, dass der Platz im Privatbesitz der Bundesbahnen sei und diese somit verantwortlich für die Durchsetzung des Verkehrsregimes zeichne.