Am Freitag war es so weit: Mit dem offiziellen Spatenstich feierte eine Delegation des Schlieremer Stadtrates auf dem ehemaligen Züblin-Areal zusammen mit Vertretern des Stadtparlaments, der Schulpflege und der Verwaltung den Beginn der Bauarbeiten für das neue Schulhaus «Reitmen». Mitanpacken durfte auch die Kindergärtlerin Viola Kilchenmann – «als Vertreterin der Jugend», wie Liegenschaftsvorsteherin Manuela Stiefel (FDP) erklärte.

Bis zum Beginn des Schuljahres 2017/2018 entsteht im Stadtteil Schlieren Südwest ein Schulhaus mit 23 Klassenzimmern für rund 450 Schulkinder, einer Dreifachturnhalle und einer Aula. Den Bruttokredit in der Höhe von 75,5 Millionen Franken hat das Stimmvolk vor einem Jahr mit einem Ja-Stimmen-Anteil von 78 Prozent genehmigt.

Visualisierung: Schulhausneubau Schlieren West

Visualisierung: Schulhausneubau Schlieren West

Schulpflegerin Susanne Wilke zeigte sich beim Spatenstich froh darüber, dass das neue Schulhaus nun endlich gebaut wird. «In den letzten Jahren griff wegen der Raumnot bei uns die ‹Containeritis› um sich.» Auch Stiefel betonte, wie dringend die Stadt auf den neuen Schulraum angewiesen sei. Sie konnte sich dabei einige Seitenhiebe an die Dietiker Behörden nicht verkneifen. Dabei bezog sie sich auf ein Postulat des Dietiker SVP-Gemeinderats Rochus Burtscher. Dieser forderte seinen Stadtrat vor kurzem auf, Schlieren anzufragen, ob Dietiker Klassen ins Schulhaus «Reitmen» eingemietet werden könnten, um das Schulraumproblem im Bezirkshauptort zu lindern. «Wir bauen Schulraum nicht auf Vorrat», sagte Stiefel vor den rund 50 Anwesenden. Vielleicht komme man mit der Nachbargemeinde aber ins Geschäft, wenn es darum gehe, die Pavillonprovisorien der Schlieremer Schulen zu verkaufen.