Geroldswil

Ein Multitalent war beim Geroldswiler-Fisch die Schnellste

Sie schwimmt nicht nur die 50 Meter innert 36 Sekunden, sondern hat auch das Synchronschwimmen im Griff: Die Oetwilerin Nina Stähelin gewann die diesjährige Ausgabe des Geroldswiler-Fisch.

Auf die Plätze, fertig, los! Ein lauter Pfiff gellt durchs Hallenbad Geroldswil, bevor sich die jungen Wasserratten unter anspornenden Zurufen ins Wasser stürzen und alles geben, um auf das Podest des Geroldswiler-Fischs klettern zu dürfen. Kinder aus dem rechten Limmattal bis zur sechsten Klasse kämpften um die Auszeichnungen.

Zum Geroldswiler-Fisch gekürt und mit einem Pokal ausgezeichnet wurde die zwölfjährige Oetwilerin Nina Stähelin. Mit 36 Sekunden schwamm sie die 50 Meter am schnellsten. «Vor dem Start hatte ich Angst, auszurutschen, und in der zweiten Länge blickte ich einmal auf die andere Schwimmbahn, das spornt einen an, gleich nochmals schneller zu schwimmen», sagt sie.

Ihre Leidenschaft ist das Synchronschwimmen, und aus diesem Können zeigt sie nach ihrem Sieg mit Lippenstift und passender Frisur eine einstudierte Flachfiguren-Kür zusammen mit ihren Teamkolleginnen.

Geroldswiler holt schon seine vierte Medaille

Stähelin war natürlich nicht die einzige Ausgezeichnete: Eine silberne Medaille holte sich zum Beispiel Jeremy Wagner aus Geroldswil. Es ist bereits die vierte Medaille des Neunjährigen. «Ich war nervös vor dem Start», sagt er. Der Erweiterung seiner Medaillensammlung stand aber nichts im Wege.

Ebenfalls Zweite in ihrer Altersstufe wurde die elfjährige Selina Kupfer, nachdem sie in ihrem Lieblingsschwimmstil Kraulen die geforderten zwei Längen schwimmt.

Lars Nobs sorgt für Staunen

Eine Goldmedaille um den Hals trägt der zehnjährige Jago Parisi aus Oberengstringen. Gerechnet habe er nicht damit, als er nach 39,6 Sekunden das Ziel erreichte: «Ich hatte einfach Lust mitzumachen, das letzte Mal wurde ich wegen einer Hundertstelsekunde Vierter», erzählt er. Für Naomi Wagner reicht es ebenfalls für den ersten Platz. Nach dem Sieg beim Limmattaler Fisch 2016 klettert die Elfjährige erneut auf das oberste Podest: «Ich tanze nebenbei und will meine Stärke im Schwimmen nicht verlieren», sagt sie.

Neben den Showeinlagen des Schwimmclubs Limattal Synchro sorgt der ehemalige Spitzensportler Lars Nobs für Staunen: «Ich trainiere manchmal hier im Hallenbad und drehe meine Saltos», erzählt er. Mit zwölf Jahren wechselte er vom Turnsport zum Wasserturmspringen ins Kader. Er mochte das Wasser schon immer sehr. Heute faszinieren ihn besonders waghalsige Sprünge im Tessin, wenn er von bis zu 25 Metern in Schluchten hinunterspringt und die gezeigten Saltos dreht.

Für den reibungslosen Ablauf stehen zahlreiche Helfer und Helferinnen
im Einsatz. Anna Richi von der Schweizerischen Lebensrettungs-Gesellschaft (SLRG) Altberg und OK-Mitglied sagt lachend: «Ich gehöre sozusagen zum Inventar des Hallenbades.» Sie und die anderen Helfer machen den gelungenen Geroldswiler-Fisch erst möglich.

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