In den letzten Jahren ist im Kanton Zürich die Zahl der Sonderschüler rasant gewachsen. Das gilt freilich auch für die Schule Dietikon. Da in den letzten vier Jahren rund 200 Schüler dazugekommen sind, stieg demzufolge auch die Anzahl von Kindern, die einer sonderpädagogischen Förderung bedürfen.

CVP-Gemeinderat Reto Siegrist wollte deshalb mittels einer Interpellation klären lassen, welche kostentreibenden Aufgaben in den nächsten fünf bis zehn Jahren für die Schule Dietikon anfallen und mit welcher Strategie dieser Herausforderung begegnet wird.

Die Schulpflege schreibt nun in ihrer Antwort, dass die Entwicklung der Kosten schwierig abzuschätzen seien, da kaum vorzusehen sei, wie viele Schüler dazukämen, die eine sonderpädagogische Förderung benötigten. Eine Strategie, um die Kosten zu senken, ist hingegen vorhanden. Die Schule setzt dabei auf zwei Massnahmen: Einerseits sollen die Regelschule gestärkt und andererseits die einsetzbaren Ressourcen plafoniert werden.

Eine mögliche Kostenexplosion ist damit ausgeschlossen. Derzeit untersuche eine Arbeitsgruppe, inwiefern sich die vorhandenen Therapieressourcen optimieren lassen. Wenn die sonderpädagogischen Massnahmen bestmöglich eingesetzt würden, entfalle der Druck von den kostspieligen Sonderschulungen, heisst es in der Antwort.

Die Integration stärken

Mit dem Projekt «Haushaltsoptimierung» hat die Schule bereits 2013 begonnen, die Sonderschulkosten und die Sonderschulquote zu steuern, zu stabilisieren und zu reduzieren. Allerdings sei durch die Bestimmungen des Kantons der Druck gestiegen, um für den Sonderschulstatus zusätzliche Stellen zu schaffen. Denn gemäss des Volksschulgesetzes gilt der Grundsatz der Integration. Das heisst: Wann immer es möglich ist, werden Schüler mit besonderen pädagogischen Bedürfnissen in der Regelschule unterrichtet. Schüler, die aufgrund einer Behinderung oder einer Beeinträchtigung in der Regelschule nicht angemessen gefördert werden können, haben Anrecht auf eine Sonderschulung. Diese kann entweder in die Schule integriert werden oder auch separat erfolgen.

Bei einer integrierten Sonderschulung übernimmt der Kanton jene Kosten, die über dem von der Gemeinde zu tragenden Kostenanteil von 45 000 Franken liegen. Dadurch soll nebst der Förderung zur Integration die Quote der externen Sonderschulungen sinken.