Dietikon

Der Brunnen bringt die Erlösung – Spaziergänger in Dietikon geben Tipps, um der Hitze zu entkommen

Pausen einlegen, Morgenspaziergänge, und die Füsse abkühlen: So gehen die Limmattaler mit der Hitze um.

Die Sonne lacht und mit ihr steigt das Thermometer in diesen Tagen auf bis zu 35 Grad an. Während einige die Hitze nutzen zum Baden mit Mittelmeergefühl, suchen andere lieber nach Möglichkeit gemütliche Rückzugsorte. In den Dietiker Parks geben Spaziergänger auf Nachfrage gestern vielfältige Tipps, um sich vor der Hitze zu schützen. Beispielsweise nimmt Vreni Theus aus Dietikon ihr Mittagessen in diesen Tagen extra früher ein. «Ich mache jeden Tag einen Spaziergang um den Marmoriweiher. Dann gehe ich weiter bis zum Franzosenweiher», sagt sie. Gut anderthalb Stunden sei sie unterwegs. «Ich esse früher, damit ich vor der Mittagssonne loslaufen kann», sagt sie. Die Bäume würden Schatten bieten. Es sei eine wunderschöne Gegend und sie mache diese Rundgänge unter der Woche seit vielen Jahren. Davon halte sie auch die Hitze nicht ab.
Ebenfalls unterwegs sind zwei Paare mit den kurzen Nachnamen Ho und Do. Sie sind in St. Gallen zu Hause. Ursprünglich stammen die vier Ausflügler aus Vietnam. Sie wissen, wie man sich gegen die Sonne schützt. Die beiden Frauen sind mit Sonnenbrillen und eleganten Sommerhüten ausgestattet. Auch der Luftfächer darf nicht fehlen. «Wir haben eine Wohnung in Dietikon und kennen deshalb den Ort gut», sagt Thuy Ho. Sie geniesse besonders die schattigen Plätze am Wegrand. Ihr Weg führt sie von der Grunschen in Richtung Brüggliweg. Es lohne sich auch, die Füsse in der Reppisch abzukühlen, sagt Ho. Das sei immer eine erfrischende Abwechslung.
Die beiden Brüder Michael und Alin Betcu stören sich generell nicht an der Hitze. Nur das Joggen sei in diesen Tagen nicht zu empfehlen, sagt Michael Betcu. «Dafür ist es zu heiss.» Gemeinsam mit ihrer Mutter Virginia Betcu sitzen sie auf einer Bank in der Grunschen. Eine Pause im Schatten sei immer gut. Ihr Vater sei in Dietikon zuhause. Sie reisen nach den Ferien zurück nach Rumänien.

Wenn der Weg bis zum Spielplatz zu weit weg ist

Im Zentrum von Dietikon ist es schon schwerer, der Hitze auszuweichen. Noch bis Ende August bietet «Roger’s Summer Lounge» auf dem Kirchplatz zwar einige schattige Plätze an. Wer aber nichts konsumieren will, der muss sich gut umsehen.
«Bei dem schönen Wetter ist es schwer, Kinder vom Wasser fernzuhalten», sagt Lumturije Shahini. Sie nahm gemeinsam mit Vahide Shahini und Iridona Ismaili auf einem der neuen blauen Sitzbalken der Stadt Platz. Die Holzbank steht auf dem Kirchplatz schräg unter einem Baum. «Wir waren einkaufen und legen eine kurze Pause ein, um etwas zu essen», sagt Shahini. Für die Kinder fehle ein geeigneter Spielplatz in der Nähe. Dafür sei der Brunnen auf dem Kirchplatz ideal.
Dort sitzt der vierjährige Aniik und lässt genüsslich die Füsse ins kühle Nass baumeln. Auch die anderen beiden Kleinkinder Ajan und Anisa planschen vergnügt mit den Händen im Wasser. Der Weg zum Spielplatz im Chrüzacher sei bei dieser Hitze zu lang. «Bis wir ankommen, sind wir verschmachtet», sagt Ismaili. Einzig Glaces fehlen noch in den Kinderhänden. Das breite Grinsen von Aniik macht der Sonne aber grosse Konkurrenz.

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