Dietikon

Den FC Dietikon plagen Verletzungssorgen

Trainer Goran Ivelj (stehend) will zum Start der Rückrunde gegen Eschen/Mauren diesmal mindestens einen Punkt holen.

Trainer Goran Ivelj (stehend) will zum Start der Rückrunde gegen Eschen/Mauren diesmal mindestens einen Punkt holen.

Für den FC Dietikon beginnt am Samstag gegen Eschen/Mauren die Rückrunde. Trainer Goran Ivelj sieht seine Mannschaft gut vorbereitet, muss aber verletzungsbedingt auf mehrere wichtige Spieler verzichten.

Einerseits dürfte den Dietiker Fussballern ihr Trainingslager in guter Erinnerung bleiben: Vor zwei Wochen schlugen sie die U19-Mannschaft von Sporting Lissabon mit 2:0. Andererseits gab es aber auch einen grossen Wermutstropfen: Dejan Miljkovic zog sich einen Kreuzbandriss zu.

Der Verteidiger wird damit für den Rest der Saison ausfallen. «Das ist ein herber Rückschlag für uns», gibt Trainer Goran Ivelj zu. «Dejan ist ein sehr wichtiger Spieler und wird uns fehlen.»

Doch Miljkovics Verletzung war nicht die einzige Hiobsbotschaft während der Winterpause für den FC Dietikon. Auch Renald Xhemo, Timo Hodzi und Gianni Biafora fallen verletzungshalber aus. Während Biafora wegen seines Kreuzbandrisses die Rückrunde verpassen wird, sieht es bei Xhemo und Hodzi etwas besser aus.

«Renald ist in Frankreich im Aufbautraining und könnte im April zurückkehren», sagt Ivelj. «Und Timo hat wieder mit dem Lauftraining begonnen, aber er braucht noch Zeit, vermutlich zwei bis drei Wochen.» Ein Einsatz am Samstag ist für Hodzi damit ausgeschlossen.

Immerhin haben die Dietiker ein paar neue Spieler in ihren Reihen, welche die Ausfälle wenigstens teilweise kompensieren könnten. Der vielversprechendste Neuzugang ist wohl Edoh Jospin. Der 17-Jährige ist von Neuchâtel Xamax zu den Limmattalern gestossen.

Auch neu in der Mannschaft ist Tiago Ribeiro. Er war einst bei den Grasshoppers Zürich unter Vertrag, spielte in Mumbai und war zuletzt in Norwegen aktiv. Theoretisch könnte er auf Miljkovics Position spielen. Nur war er dazu nicht vorgesehen. «Ich wollte ihn eigentlich zusammen mit Dejan aufstellen», meint Ivelj.

Mit Alessio D’Angelo und Flavio Vecchiè hat Dietikon zudem zwei Spieler vom FC Thalwil verpflichtet. Vecchiè ist fürs Mittelfeld vorgesehen, D’Angelo für die Offensive. Ebenfalls neu dabei ist Nikola Stevanovic, der zuvor für die zweite Mannschaft der Grasshoppers gespielt hat.

Candreia nicht mehr dabei

Demgegenüber hat Dietikon offiziell nur einen einzigen Abgang zu verzeichnen. Raphael Candreia hört auf. Sportchef Pietro Iellamo rechnet aber damit, dass auch der derzeit verletzte Deni Krleski nicht mehr für die Dietiker auflaufen könnte, da sich dieser beruflich neu orientiert.

Die Transferbilanz der Dietiker ist also positiv, zumal sie auch einige Junioren während der Vorbereitung auf die Rückrunde getestet haben. Allerdings rechnet Ivelj nicht damit, dass einer von ihnen kurzfristig die Position eines der verletzten Spieler einnehmen kann. «Man muss schon sehen, dass das Niveau in der 1. Liga sehr hoch ist», gibt Ivelj zu bedenken. «Das ist kein Vergleich zur Coca-Cola Junior League, in der unser Nachwuchs normalerweise spielt.»

Das hat sich unter anderem beim Testspiel gegen den FC Linth 04 aus der 2. Liga interregional gezeigt, als die Dietiker gleich mit 0:4 untergingen. «Ich wollte den Junioren eine Chance geben, sich zu präsentieren», erklärt Ivelj. «Das Resultat ist zweitrangig.» Abgesehen davon sei er mit der Vorbereitung sehr zufrieden. «Wir haben sehr gut gearbeitet und uns taktisch gut vorbereitet», sagt Ivelj. Ausserdem sei der Zusammenhalt in der Mannschaft grösser geworden – eines der Ziele der Vorbereitung.

Wenig verwunderlich also, dass Ivelj optimistisch dem Rückrundenstart entgegenblickt. «Wir haben gegen Eschen/Mauren im Hinspiel schon eine gute Partie gezeigt», sagt er. «Den Unterschied hat dann eben Marco Colocci ausgemacht.» Colocci hatte beim 3:0-Sieg der Gäste auf der Dornau zwei Tore geschossen.

Diesmal will Ivelj gegen die Liechtensteiner aber mindestens ein Unentschieden holen. Er ist sich bewusst, dass die Aufgabe nicht leicht wird. «Wir müssen eine starke Mannschaftsleistung zeigen», sagt er.

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