Dietikon

Brand in Asylunterkunft - Polizei vermutet Brandstiftung

In der Nacht von Montag auf Dienstag brannte es im Keller des Asylzentrums an der Zürcherstrasse. Die Polizei geht mittlerweile davon aus, dass der Brand absichtlich gelegt wurde.

Ein Brand im Keller der Asylunterkunft an der Zürcherstrasse in Dietikon sorgte in der Nacht auf Dienstag für Aufregung. Die 21 dort wohnhaften Asylbewerber mussten evakuiert werden, verletzt wurde niemand. Durch das Feuer entstand ein Sachschaden von rund 20 000 Franken.

Die Brandursache wird derzeit ermittelt. Für die Kantonspolizei Zürich steht aber Brandstiftung im Vordergrund, wie sie auf Anfrage mitteilte. Die Hintergründe der Tat sind noch unklar. Zur Frage, wie und von wem das Feuer gelegt wurde, wollte sich die Polizei noch nicht äussern. 

Der Dietiker Sicherheitsvorstand Heinz Illi nimmt den Vorfall zwar sehr ernst, es sei jedoch auch wichtig einen kühlen Kopf zu bewahren. Es gebe keine konkreten Hinweise auf einen fremdenfeindlichen Hintergrund. Ausserdem gab es in Zusammenhang mit der Asylunterkunft bisher keine Probleme.  

«Für die Asylbewerber ist der Vorfall unverständlich»

Die Liegenschaftsverwaltung will Massnahmen für die Sicherheit im Haus ergreifen, um die Bewohner zu schützen. Ein interner Austausch zwischen der Stadt und den Betroffenen entscheidet, wo und in welchem Mass überhaupt Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden müssen. Bis Donnerstag wird die Unterkunft noch von einem Sicherheitsdienst bewacht. 

«Wichtig ist, dass alle Betroffenen wieder zur Tagesordnung übergehen», so Illi. «Wir müssen die Bewohner über die Sicherheit sensibilisieren - für diese ist der Verdacht auf Brandstiftung unverständlich». 

21 Bewohner umplatziert 

Gegen 2.15 Uhr meldeten Anwohner der Stützpunktfeuerwehr Dietikon einen Brand im Kellergeschoss des Asylzentrums. «Die Asylsuchenden haben vom Feuer nichts mitbekommen und mussten von der Feuerwehr geweckt werden», wie der Dietiker Sicherheitsvorstand Heinz Illi (EVP) sagt. Zum Zeitpunkt des Brandes waren nur 21 der gesamthaft 36 Plätze in der Unterkunft belegt.

Obwohl der Brand sofort gelöscht werden konnte, musste für die Bewohner eine Übernachtungsmöglichkeit gefunden werden. In der nahegelegenen Turnhalle des Schulhauses Wolfsmatt wurden Matten und Decken ausgelegt. 

Weil der Kellerbrand Rohre und Leitungen der Liegenschaft teils stark beschädigt hat, müssen diese erst repariert werden. Voraussichtlich können die Asylsuchenden erst am Donnerstag wieder zurück in die Unterkunft. (amo/aru)

Update zur definitiven Brandursache folgt...

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