Oberengstringen

Auch Unterengstringen beteiligt sich am neuen Fussballplatz

Das neue Sportplatz-Projekt kostet nur noch 900 000 Franken. Jenes, das im Juli 2014 an der Urne verworfen wurde, war mehr als vier Mal so teuer.

Das neue Sportplatz-Projekt kostet nur noch 900 000 Franken. Jenes, das im Juli 2014 an der Urne verworfen wurde, war mehr als vier Mal so teuer.

Für 900 000 Franken soll der Sportplatz Brunewiis saniert werden.

Der Oberengstringer Fussballkrimi geht in die nächste Runde: Nachdem im Frühling das Baugesuch für das abgespeckte Projekt zur Sanierung und Erweiterung des Sportplatzes Brunewiis auflag, machte sich Optimismus breit, denn das neue Projekt kostet nur noch 900 000 Franken. Eine grosse Einsparung: Das alte Projekt, das im Juli 2014 mit 811 zu 645 Stimmen abgelehnt wurde, war noch mehr als viermal so teuer. Die siegreichen Gegner bemängelten damals aber nicht nur die hohen Gesamtkosten, sondern auch den Umstand, dass sich weder der FC Engstringen noch die Gemeinde Unterengstringen an den Kosten beteiligt.

In der Stellungnahme der Rechnungsprüfungskommission (RPK) zum vorliegenden Projekt wird nun dasselbe bemängelt. Die Stellungnahme, in der die RPK dennoch ein Ja empfiehlt, wurde Ende Mai verabschiedet. Die Kommission schreibt: «Der Gemeinderat René Beck hat bestätigt, dass der FC Engstringen mündlich zugesichert habe, einen einmaligen Beitrag von 45 000 Franken zu leisten und dass mit der Gemeinde Unterengstringen Gespräche über eine Kostenbeteiligung geführt werden.»

8000 Franken für den Unterhalt

Inzwischen hat sich das Blatt zum Guten gewendet: Am Montagabend hat der Gemeinderat Unterengstringen, der bereits Mitte April von den Oberengstringer Kollegen für eine finanzielle Beteiligung angefragt wurde, beschlossen, einen jährlichen Unterhaltsbeitrag von 8000 Franken zu leisten. Dieser Betrag basiert auf dem Anteil von Unterengstringer Mitgliedern im FC Engstringen. Dass es seit der Gesprächsaufnahme Mitte April bis zum Entscheid so lange gedauert hat, hat auch damit zu tun, dass der Gemeinderat Unterengstringen nicht von sich aus einen Betrag vorschlagen wollte.

Bei der letzten Abstimmung hatten Oberengstringer Ortsparteien nämlich noch bemängelt, dass von den Unterengstringern zu wenig Unterstützung kommt. Darum forderten die Unterengstringer dieses Mal, dass der Oberengstringer Gemeinderat einen konkreten Antrag um Unterstützung stelle, in dem ein genauer Betrag vorgeschlagen wird. Genau diesen Antrag hat der Unterengstringer Gemeinderat nun am Montag genehmigt.

Mitte dieser Woche hat die Gemeinde Oberengstringen zudem die Baubewilligung für den Sportplatz Brunewiis erhalten. So fehlt eigentlich nur noch die finanzielle Beteiligung des FC Engstringen. Noch liege die schriftliche Zusicherung zwar nicht vor, sagt der Oberengstringer Bauvorstand René Beck auf Anfrage. Er fügt jedoch an, dass das bis spätestens am Montag der Fall sein werde. An diesem Tag findet auch die alles entscheidende Gemeindeversammlung statt.

Auf deren Traktandenliste steht zudem die Jahresrechnung 2015. Sie schliesst mit einem Verlust von rund 610 000 Franken. Das Budget sah noch einen Verlust von 680 000 Franken vor. Oberengstringen hat also besser abgeschlossen als erwartet.

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