Dielsdorf

Architektonisches Schmuckstück als «Traube» im Rebhang

Auf kleinem Boden wird Grosses gebaut: Gerade mal fünf auf neun Meter stand dem Architekturbüro L3P für den Bau eines Wohnhauses am Rebberg von Dielsdorf zur Verfügung. Das Ergebnis ist spektakulär.

Bei einer maximal möglichen oberirdischen Wohnfläche von 83 Quadratmetern galt das Land lange als nicht bebaubar. Das klassische Wohnhaus mit dicken Aussenwänden, konventionellen Erschliessungstreppen und Verkehrsflächen fand an diesem Ort keinen Platz, wie das Architektenbüro L3P in einer Mitteilung schreibt. Die Herausforderung wurde aber trotzdem angenommen und erfolgreich umgesetzt.

Wohnhaus mit 154 m2 Fläche

L3P erstellte ein Wohnhaus mit rund 154 m2 Fläche, wobei die Hälfte unterirdisch angelegt ist. Das Wohnhaus sei elementar reduziert auf den nackten Betonrohbau, ergänzt durch diverse Schreinermöbel und umhüllt von einem Glasmantel, heisst es in der Mitteilung. Es sei wie eine Spirale und besitze keine Türen. «Man läuft beispielsweise mitten durch das Badezimmer und die Küche in weitere Bereiche», sagt Boris Egli, der verantwortliche Architekt, gegenüber der Zeitung «20 Minuten».

Nach der Logik einer Weinrebe

Das Werk am Rebhang übernehme die Logik einer Weinrebe: tragende Mittelwand, Podeste und vorgehängte Fenster folgen der Struktur von Stil, Geäst und den daran hängenden Trauben. «Die Platzumstände haben zu dieser aussergewöhnlichen Lösung geführt», so Egli. 

Kein Luxusobjekt 

Das Haus wurde im vergangenen Jahr fertig gebaut. Obwohl es in den Medien als architektonisches Luxus-Highlight bezeichnet wird, scheint es aber nicht unbezahlbar zu sein. Laut Egli könne man aufgrund des sehr günstigen Landpreises nicht von einem Luxusobjekt sprechen. (amo)

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