Weiningen

Ab nächster Woche wird im Gubrist gearbeitet - nachts ist teils nur eine Röhre offen

Die Betondecken des Portalbauwerks in Weiningen muss verstärkt und die Wände saniert werden.

Die Betondecken des Portalbauwerks in Weiningen muss verstärkt und die Wände saniert werden.

Die beiden Röhren des Gubristtunnels werden in den Jahren 2022 bis 2026 umfassend saniert. Schon vor dem grossen Ausbau müssen Wände und Decken des Gubristtunnels jedoch saniert werden – für den Verkehr kommt es zu Einschränkungen

Nach jahrelanger Wartezeit geht es nun plötzlich Schlag auf Schlag mit dem Ausbau der Zürcher Nordumfahrung A1. Anfang letzter Woche begannen auf der Autobahn zwischen Gubristtunnel und Zürich Nord die Vorbereitungsarbeiten für die Erweiterung der Fahrbahn Richtung St. Gallen auf drei Spuren. Gestern nun teilte das Bundesamt für Strassen (Astra) mit, dass noch diesen Monat im Zusammenhang mit der Gesamterneuerung des Gubristtunnels als «Vorausmassnahmen» erste Arbeiten beginnen.

Dies erstaunt. Denn: Der Bau der dritten Gubriströhre – das Kernstück der Ausbauarbeiten – wird gemäss Angaben des Astras frühestens ab Ende Jahr vorbereitet. Erst wenn die Röhre fertig gebaut ist, was nach heutiger Planung im Jahr 2022 der Fall sein wird, werden die beiden bestehenden Tunnelröhren umfassend saniert. Diese Arbeiten werden voraussichtlich bis 2026 dauern.

Sicherheit gewährleisten

Die Frage ist: Wieso sind bereits sechs Jahre vor der Sanierung des Gubristtunnels «Vorausmassnahmen» nötig? Die Antwort ist einfach: «Es handelt sich um reguläre Instandsetzungsarbeiten, die nun nötig sind, um die Sicherheit und Funktion des Tunnels weiterhin zu gewährleisten», sagt Vanessa Lages Alves von der Kommunikationsabteilung des Astras. Konkret sollen die Betondecken des Portalbauwerks Weiningen verstärkt und die Wände saniert werden. Gemäss Medienmitteilung des Astras können die damit verbundenen Bohrarbeiten «Lärm und im Einzelfall auch Körperschall» verursachen. In den meisten Liegenschaften in der Nähe des Gubrists werde man jedoch die Arbeiten kaum wahrnehmen.

Betroffen ist zuerst die Nacht vom 17. auf den 18. Mai. Danach wird zwischen Ende Mai und Ende Juli von Montag bis Freitag jeweils vier Nächte pro Woche gearbeitet. Der Verkehr wird dann zwischen 20.30 Uhr und 5 Uhr einspurig durch eine Röhre geführt, während die andere Röhre wegen der Arbeiten für den Verkehr gesperrt wird.

Laut Lages Alves vom Astra wurde die nächtliche Sperrung einer Fahrbahn bewusst auf die Zeit gelegt, in welcher der abendliche Berufsverkehr bereits abgenommen habe. Trotzdem könne man nicht ausschliessen, dass der Verkehr phasenweise ins Stocken geraten werde.

Hochoffiziell fällt der Startschuss für den Ausbau der Nordumfahrung am 6. Juni – in Anwesenheit prominenter Gäste. Die Erweiterung der Fahrbahn Richtung St. Gallen soll rund ein Jahr dauern. Von Mitte 2017 bis 2018 wird dann die Fahrbahn in Richtung Bern auf drei Spuren ausgebaut und die bestehenden Spuren in diese Richtung erneuert. Bis 2019 sollen dann auch die heutigen zwei Fahrstreifen Richtung St. Gallen saniert sein.

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