In der letzten Woche sind die Abwanderungsgelüste von Birmensdorf-Trainer Fabio Stiz an die Öffentlichkeit geraten. Der Nachfolger soll in der Person von Goran Gasic, Assistenztrainer der 2. Mannschaft des FC Wettswil-Bonstetten, bereits feststehen. Ein denkbar schlechter Zeitpunkt für solche Gerüchte. «Meine Mannschaft ist stabil genug, um solches Geschwätz wegstecken zu können», ist Stiz überzeugt.

Morgen steht das Derby gegen den FC Oetwil-Geroldswil an, das gleichzeitig auch der Spitzenkampf in der 3. Liga ist. Mit einem Sieg würde das Team von Stiz den ersten Platz von Oetwil-Geroldswil übernehmen.

Der ambitionierte Unterengstringer äussert sich zu einem möglichen Abgang vorsichtig. «Wir werden unsere Entscheidung sicherlich nicht vom morgigen Spiel abhängig machen. Aber bei einem Nicht-Aufstieg wäre es Zeit, über die Bücher zu gehen, dann hätte ich mein persönliches Ziel nicht erreicht.» Bei einem Aufstieg würde Stiz die Weiterführung des Traineramtes jedoch reizen. «Klar ist man dann motivierter als bei einem Verbleib in der 3. Liga.»

«Wir glauben an den Aufstieg»

Mit zwei Siegen aus zwei Spielen sind die Birmensdorfer im Soll und bis auf einen Punkt zu Oetwil-Geroldswil aufgerückt. Das Selbstvertrauen stimmt beim FCB. «Wir glauben an den Aufstieg. Das Derby ist aber noch keine Vorentscheidung.» Birmensdorf will morgen spielerisch überzeugen und diszipliniert spielen. «Wir wollen einfach unser Spiel durchziehen», sagt Stiz.

Der FC Geroldswil-Oetwil will den verkorksten Rückrunden-Start vergessen machen. Das junge Team von Roger Balmer ist mit sechs Punkten Vorsprung auf den FCB in die zweite Saisonhälfte gestartet. Davon ist gerade mal ein Pünktchen übrig geblieben. «Wir haben uns das ganz anders vorgestellt», sagt Balmer dann auch. Die Beine der unerfahrenen Truppe schlottern trotz dieser Mini-Krise aber noch lange nicht. «Wir wissen, was wir können und freuen uns auf das Derby.»

Balmer bleibt Oetwil-Trainer

Auch der erfolgreiche Oetwil-Trainer glaubt nicht an eine Vorentscheidung im Spitzenspiel. «Nach dieser Partie sind noch 24 Punkte zu vergeben, das sind zu viele, um von einer Vorentscheidung zu sprechen.»

Er und seine Equipe haben sich zu Beginn der Rückrunde ein neues Ziel gesetzt. «Wir sind ehrgeizige Sportler und wollen mit dieser Ausgangsposition natürlich aufsteigen», sagt Balmer, hält aber im gleichen Atemzug fest: «Wir müssen aber nicht. Wenn es in diesem Jahr nicht klappen sollte, probieren wir es in der nächsten Saison erneut.»

Der erfolgreiche Trainer setzt vor dem Spitzenspiel ein Zeichen und verkündet: «Ich habe für eineweitere Saison unterschrieben. Ich freue mich, meine Arbeit bei Oetwil-Geroldswil fortzusetzen.»