Kommentar

Stark dank einer Niederlage

Die Birmensdorfer feiern ihren Aufstieg mit Champagner.

Die Birmensdorfer feiern ihren Aufstieg mit Champagner.

Der FC Birmensdorf steigt in die 2. Liga auf. Noch bis in den Frühling schien diese Promotion unwahrscheinlich, erst recht nach einer 3:4-Niederlage gegen Oetwil-Geroldswil. Doch genau damit kam die Wende. Ein Kommentar.

Der FC Birmensdorf wird nach 33 Jahren wieder in der 2. Liga spielen. Die Promotion ist das Ende einer Erfolgsgeschichte, die ihre Ursprünge noch in der Zeit vor Aufstiegstrainer Fabio Stiz hat. 2009 gelang es den Trainern Dani Margreth und Antonio Caputo, den Scherbenhaufen zusammenzukehren, der nach dem Abgang von Laurent Fessel entstanden war: Es standen nur noch fünf Spieler im Kader. Von den restlichen waren die meisten nur wegen Fessel und dessen Ziel, unbedingt aufzusteigen, im Verein. Nachdem das Vorhaben einmal mehr misslungen war, kam es zum grossen Knall.

2012 übernahm Fabio Stiz auf der Geren und begann – wie einst Fessel – damit, die Mannschaft mit auswärtigen, hochklassigen Spielern aufzustocken. Bald war die beste Elf zusammen, die jemals für den FCB spielte. Die Resultate liessen nicht lang auf sich warten. In der Saison 2013/14 gewannen die Birmensdorfer 59 Punkte – acht mehr als in der jüngst zu Ende gegangenen Spielzeit. Trotzdem mussten sie Schlieren den Vorzug lassen.

Von diesem Scheitern im Aufstiegsrennen erholte sich das Team lang nicht. Nach der zähen Vorrunde war der FCB Zweiter mit sechs Punkten Rückstand auf Oetwil-Geroldswil. Im Frühling schien es nicht besser zu werden. Rund um das Spitzenspiel gegen Oetwil-Geroldswil gab es auf und neben dem Platz Trubel: Es kam aus, dass Fabio Stiz am Ende der Saison zurücktreten und durch Goran Gasic ersetzt werden würde. Schliesslich verlor der FCB das Match, das er eigentlich gar nicht verlieren konnte, mit 3:4. Stiz trat entgegen den Erwartungen nicht im Anschluss an dieses Spiel zurück. Er sagte, er habe trotz der Niederlage gesehen, dass die Mannschaft es schaffen könne.

Was wie eine Durchhalteparole klang, sollte sich als wahr herausstellen. Birmensdorf gab in der Rückrunde keinen einzigen Punkt mehr ab und überfuhr die Gegner geradezu. Das Team hat die zuvor vermisste Solidarität an den Tag gelegt. Die Verbundenheit mit Stiz war ein Grund dafür – und der Trotz nach der Niederlage gegen den FCOG.

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