Fussball

Birmensdorf im Taumel – der Aufstieg ist bei Füglistallers Familiensache

Nach 33 Jahren wird der FCB wieder in der 2. Liga spielen. Markus Füglistaller gehörte im Jahr 1981 zu den Aufstiegshelden. Jetzt hat sein Sohn Marc diese Rolle übernommen.

Auf den Steintribünen der Birmensdorfer Breite sah man am vergangenen Sonntag einige angegraute Männer mit stolzgeschwellter Brust. Es waren die Helden des FCB aus dem Jahr 1981, als der Verein erstmals in die 2. Liga aufgestiegen war. 

Die Umstände damals waren einmalig: Weil in der Aufstiegsrunde alle Matches unentschieden ausgingen, musste das Los entscheiden. Birmensdorfs Hanspeter Rothlin zog das goldene: «Direkter Aufstieg». Er überbrachte die frohe Kunde, als gerade für das Grümpelturnier aufgestellt wurde. Ein denkwürdiges Festwochenende nahm seinen Lauf.

Wie der Vater, so der Sohn

Einer, der damals wie heute mittendrin gewesen ist an den Feierlichkeiten, ist Markus Füglistaller. Vor 33 Jahren feierte er den eigenen Aufstieg, nun den seines Sohnes Marc. «Ich bin total happy und gönne es ihm», sagt der Vater. Die Mannschaft habe in der letzten Saisonphase den unbedingten Willen zum Aufstieg gezeigt.

Markus Füglistaller hatte vor drei Jahren Fabio Stiz als Trainer verpflichtet und damit diesen Erfolg wohl erst ermöglicht. Stiz hatte dank riesigem persönlichen Engagements sowie Arbeitsstellen für einige Spieler für das Ausnahmekader gesorgt.

Jahrelanges Scheitern

Der 26-jährige Marc Füglistaller gehört – mit Ausnahme eines dreijährigen Aufenthalts beim FC Urdorf – seit zehn Jahren zum Kader der ersten Mannschaft des FCB. Er war also schon bei der ersten Grossoffensive dabei, als der Aufstieg unter Trainer Laurent Fessel bis zum Sommer 2009 mehrere Jahre in Folge verpasst wurde.

Der besonnene Aussenspieler kann die vergangene Spielzeit entsprechend gut einordnen: «Wir hatten schon stärkere Saisons, aber die Konkurrenz war nicht ganz so stark wie in anderen Jahren. Eigentlich hatten wir die Meisterschaft zweimal verloren, einmal nach der Vorrunde mit dem grossen Rückstand, dann nach der Niederlage gegen Oetwil. Doch wir glaubten danach an uns und daran, dass sie noch Punkte abgeben würden.»

Erlaubnis vom Chef

Einige Spieler des eher heterogenen Teams verliessen die Feierlichkeiten am Sonntag schon bald. Marc Füglistaller gehörte zu den Letzten, die aus dem Klubhaus wankten. «Ich hatte am Montag frei», erklärte der Mitarbeiter einer Event- und Sportvermarktungsagentur. Seinen Chef brauchte er dafür nicht zu beknien: Der ist sein Vater.

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