Begegnung

«In meinem Laden fühle ich mich wohl»

Marlen Weidmann.

Marlen Weidmann.

Marlen Weidmann wuchs auf einer Geflügelfarm auf und geniesst die Natur heute in ihrer Freizeit. Sie ist gelernte Lebensmittelverkäuferin und führt seit Sommer die hiesige Volg-Filiale.

Marlen Weidmann wurde 1983 in Winterthur geboren und ging bis zur
1. Klasse in Oberwinterthur zur Schule. Später zog die Familie nach Hagenbuch und Wohlen. Ihr grösstes Hobby sind Pferde, weshalb Weidmann mit 14 Jahren bei Schafflützel in Dielsdorf eine Schnupperlehre absolvierte. Während dieser sieben Tage merkte die Jugendliche allerdings, dass Bereiterin doch nicht der richtige Job für sie war.

«Hobby soll Hobby bleiben. Darum legte ich nach der dritten Oberstufenklasse noch ein Zusatzjahr auf der Berufswahlschule ein und schnupperte bei der EPA in Wohlen als Lebensmittelverkäuferin, was mir gut gefiel», sagt Weidmann. Denn es habe ihr Spass bereitet, Früchte und Gemüse zu rüsten und gruppiert ins Gestell zu bringen. Im Verkauf zu arbeiten, sei eine körperliche und geistige Herausforderung und beinhalte Kundenkontakt, Kassieren sowie das Bestellwesen, erklärt sie.

Nach einem Ausbildungsjahr bei der EPA wechselte die junge Frau in die Coop-Filiale Mutschellen, wo sie ihre Detailhandelslehre erfolgreich abschloss. Es folgten sieben Jahre in der Coop-Filiale Lenzburg, wo sie für Backzutaten, Konserven und Suppen zuständig war. Weidmann: «Dort hatte jeder eine Abteilung, für welche er verantwortlich war. Nach einer gewissen Zeit wollte ich ein wenig Abwechslung und liess mich in die Früchte- und Gemüse-Abteilung versetzen. Meine dritte Station bei Coop war die Filiale am Bahnhof Aarau, wo vor allem am Sonntag die Hölle los war.»

Wandel im Detailhandel

In dieser Zeit absolvierte die heute 32-Jährige den Berufsausbildner, damit sie Lehrlinge betreuen und ausbilden durfte. Nach 18 Monaten suchte und fand Weidmann eine neue Stelle bei der Volg-Filiale Bellikon, wo sie bis Mai 2013 als Mitarbeiterin und danach als Ladenleiterin tätig war. «Im Laufe meiner Berufskarriere hat sich im Detailhandel einiges verändert. Ich denke da etwa an Personaleinsparungen, die Veränderung vom Kassensystem (Touchscreen), Bestellungen via Computer. Und diesen Veränderungen muss man sich stellen.»

Seit Juli 2015 führt die ehrgeizige junge Frau die Volg-Filiale Aesch, wo sie sich wegen der freundlichen Stammkundschaft und des guten Umsatzes sehr wohl fühle. Die von ihr gekaufte Kaffeemaschine hat den Umzug von Bellikon nach Aesch wunderbar überstanden und ist auch bei der aktuellen Kundschaft sowie den umliegend beschäftigten Bauarbeitern äusserst beliebt. Nicht nur Aesch ist Neuland für Weidmann, sondern auch die nunmehr dem Laden angeschlossene Poststelle.

Neu noch grösser

«Ich muss in dieser Branche erst noch alles lernen. Aber ich finde es toll für unsere Kunden, dass sie einkaufen gehen – und zusätzlich noch Briefe und Pakete aufgeben können», sagt sie. Im Februar wird die Filiale umgestaltet. Während der Umbauzeit muss das Geschäft zwei Wochen geschlossen bleiben.

«Ich freue mich schon auf die Neueröffnung im März 2016, weil der Laden dann grösser ist und mehr Platz bietet». Das grösste Hobby der Ladenleiterin ist Reiten, wo sie sich bei Western-Turnieren mit ihrem amerikanischen Quarter Horse «Sailing Jack Win» meist unter den ersten zehn klassiert. Bei ihren Wettbewerben begleitet sie ihr Jack Russell Terrier «Sam» meist – bei der Kompetition «Dog & Horse» läuft der Hund sogar gleich selbst mit.

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