Der Wohler Einwohnerrat hat der Vorlage vor knapp zwei Wochen mit deutlichem Mehr zugestimmt. Doch jetzt soll auch das Stimmvolk noch über den Kredit von 1,16 Mio. Franken für einen Kunstrasen im Fussballstadion Niedermatten entscheiden können.

«Das Referendumskomitee wird am Freitag, 1. April 2016, das Referendum ‹Nein zum zweiten Kunstrasen (Hauptfeld)› offiziell starten. Und das ist kein Aprilscherz», teilen die Initianten des Referendums mit. Über die Mailadresse «kunstrasen@bluewin.ch könnten Unterschriftbogen angefordert werden. Das überparteiliche Referendumskomitee werde bereits von vielen engagierten Einzelpersonen unterstützt.

Als Gründe gegen den Kunstrasen werden unter anderen die veranschlagten Gesamtkosten von 1,6 Mio. Franken ins Feld geführt. Diese seien absurd hoch. Weiter erklären die Initianten des Referendums, dass die Gemeinde Wohlen wichtigere und dringendere Investitionen zu tätigen habe und andere Wohler Vereine nicht im gleichen Ausmass unterstützt würden. Die Finanzen der Gemeinde müssten zum Wohle aller Einwohner eingesetzt werden. Mit der Bewilligung dieses Kredites gingen jährlich wiederkehrend über 400 000 Franken an den FC Wohlen, andere dringende Investitionen wie zusätzlicher Schulraum, die Renovation von gleich mehreren Schulhäusern und die Sanierung der Badi müssten immer wieder zurückgestellt werden. Das dürfe so nicht sein.

Namentlich für das Referendumskomitee zeichnen Roman Vock, Raoul Thiébaud, Franz Suter, Urs Stäger, Vreni Roth, Georges Roth, Marco Palmieri, Claudio Müller, Daniel Meier, Christian Lanz und Edwin Hübscher. Unterschriftenbogen, schreiben die Initianten, lägen bei der Basch AG, Tankstelle und Restaurant, in den Restaurants Hirschen, Anglikon, und Rössli, Wohlen, bei der Rowo Textilreinigung sowie im Coiffeurgeschäft Sevi auf.