So ganz lässt der FC Wohlen Andy Wyder nicht los. Der langjährige Präsident des Freiämter Challenge-Ligisten kämpft zwar nicht mehr an der Front, ist im Hintergrund allerdings nach wie vor aktiv. Zuletzt war Wyder in seiner Funktion als Architekt gefordert. Er stellte im Auftrag der Gemeinde Wohlen eine Analyse zum Zustand des Kunstrasens beim Stadion Niedermatten auf und nahm den Naturrasen des Hauptfeldes unter die Lupe.

Weil die Gemeinde Wohlen Eigentümerin der Sportanlagen ist, wird die Geschichte zum Politikum. Ein erster Schritt ist getan. Der Einwohnerrat genehmigte den Kredit für den neuen Kunstrasen in Höhe von knapp einer halben Million trotz Widerstand der SVP deutlich mit 28:9. Die anderen Parteivertreter waren sich einig, dass die Auswechslung des Kunstrasens nach elf Jahren überfällig ist. «Es ist mir lieber, wenn die Jugend aktiv auf dem Sportplatz tätig ist statt immer nur herumzulungern», sprach Hans Hufschmid von der CVP Klartext. Der Baubeginn des neuen Kunstrasens ist auf den Sommer 2016 terminiert.

Was aber ist mit dem Hauptplatz? Wyder hat einen Vorbericht ausgearbeitet, der dem Wohler Gemeinderat vorliegt. Sportlich ist der Fall klar. Der Naturrasen ist in einem miserablen Zustand. Kein Wunder, dass der FC Wohlen mit den vielen technisch starken Spielern aus den bisherigen drei Heimspielen gegen Le Mont (2:2), Xamax (0:2) und Chiasso (0:3) nur gerade einen Punkt holte und Tabellenletzter ist. Politisch dürfte die Sache schwierig werden. Die Kosten für einen Kunstrasen auf dem Hauptplatz belaufen sich auf rund 1,5 Millionen Franken. Es ist zweifelhaft, ob der Einwohnerrat im Allgemeinen und die Nein-Sager der SVP im Speziellen bei einem Projekt in dieser Grössenordnung mitspielen werden. Nun liegt der Ball beim FC Wohlen: Mit Siegen in den Heimspielen in den nächsten Wochen und Monaten könnten die Ballkünstler Werbung in eigener Sache machen.