Wir schreiben das Jahr 2015. Längst hat der FC Basel auch international seinen Gegnern das Fürchten gelernt. Dass die Mannschaft nach zwei Europa League Spielen auf dem ersten Rang ihrer Gruppe thronte und dabei mal schnell den Tabellenführer der italienischen Serie A besiegt hatte, wird vielerorts nur noch mit einem Schulterzucken zu Kenntnis genommen. Eine Reaktion, die den bisherigen Leistungen des FCB Unrecht tat. Und so hätte man in einem Europa League Heimspiel eigentlich auch ein eindrückliches Ambiente erwarten dürfen - auch wenn der Gegner "nur" Belenenses hiess. Die meisten rotblauen Anhänger sahen dies aber anderst und blieben der Partie fern, was auf den Rängen für eine Dichte an Löchern sorgte, die manch einen Emmentaler in den Schatten gestellt hätte. Die Unterstützung der 17'000 Anwesenden war dann allerdings erwähnenswert positiv. Vor allem die Muttenzerkurve feuerte ihre Mannschaft pausenlos an.

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Dem Rahmen zum trotz startete der FC Basel gut in die Partie. In der 14. Minute war es Michael Lang, der einen Eckball von Delgado mit dem Kopf über die Torlinie spedierte. 

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Wer jetzt auf eine Gala gehofft hatte, wurde enttäuscht. Einen amateurhaften Befreiungsschlag von Marek Suchy konnte Leal per Direktabnahme hinter Vailati in den Maschen unterbringen. Die Basler Abwehr stand dabei mehr im Schilf als manches Gummibötchen in einem seichten Schweizer See.

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Zu aller Überraschung blieb eine Basler Reaktion aus. Es kam gar noch schlimmer: Ein erneut haarsträubender Abwehrfehler mutierte zur Einladung für das 2:1 für Belenenses. 

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Auch nach der Halbzeitpause wurde es nicht besser. Man hatte zwar mittlerweile ein deutliches Chancenplus, war aber zu wenig zwingend vor dem Tor. Als dann auch noch Embolo aus der Partie ausschied, schwanden die Basler Hoffnungen.

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Was in den letzten 20 Minuten folgte, war ein verzweifeltes Basler Anrennen gegen einen Gegner, der das Mauern besser als jede Baufirma beherrschte. Gab es mal Löcher in der Belenenses-Defensive, stand dem FCB das eigene Unvermögen im Weg.

Je länger, je mehr lief dem Heimteam die Zeit davon. Und bald wurde klar: In dieser Verfassung ist man nicht mehr zu einer Reaktion fähig. Gegen einen Gegner mit dieser bescheidenen Qualität ist das doch sehr enttäuschend. Am Ende resultierte eine 2:1-Niederlage, mit der vor dieser Partie wohl kaum einer gerechnet hätte.

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Es war ein Spiel für die FCB-Historie. Die Partie wird als eine der wohl unerzwungensten Niederlagen der Basler Geschichte in Erinnerung bleiben.

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