«Angst ist ein Verlierer», sagt Raimondo Ponte im «Talk Täglich» auf Moderator Stefan Schmids Frage nach der Abstiegsangst. Ponte sieht die Ausgangslage überhaupt nicht als aussichtslos an. «Wenn wir es schaffen, dass wir eine Einheit sind und dass alle dasselbe wollen, dann haben wir sicher eine Chance», sagt Ponte.

Und so sagt er auch mit Optimismus zur ersten Frage, ob sein neuer Job ein Himmelfahrts-Kommando sei: «Es ist sicher nicht einfach, aber es ist machbar.»

Seine Karriere als Profi-Fussballer hatte der Windischer Raimondo Ponte 1972 beim FC Aarau begonnen. Mehr als 40 Jahre später kehrt der gebürtige Süditaliener nun als Trainer zum FC Aarau zurück.

Das Vertrauen gewinnen

Für die erste Begegnung mit seinen Spielern am Dienstag nimmt sich der frischgebackene Aarau-Trainer vor, das Vertrauen der Spieler zu gewinnen. «Und auch ich muss den Spielern Vertrauen entgegenbringen», weiss Ponte. Zwischenmenschliche Aspekte zwischen ihm und der Mannschaft, aber auch unter den Spielern, sieht Ponte als enorm wichtig an. «Wir müssen gegenseitig unsere Fehler ausbessern», sagt Ponte.

Neuer FC-Aarau-Trainer: Kann es Raimondo Ponte richten?

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Den Vorwurf, er habe bei Sion veraltete Trainingsmethoden angewendet, relativiert Ponte. «Wenn Spieler verunsichert sind und in Spielen taktisch falsch stehen, dann muss man halt im Training die Spielsituationen quasi in Zeitlupe durchspielen. Das ist dann vielleicht langweilig. Wichtig ist, dass jeder Spieler versteht, wie er spielen muss.»

Mit drei Stürmern gegen Basel – «Warum nicht?»

Der Fussball, den man in Zukunft im Brügglifeld sehen wird, dürfte defensiver geprägt sein als unter Sven Christ. Raimondo Ponte betont die Wichtigkeit des ersten Tores in einer Partie: «Wenn man das 0:1 kassiert, wird es unheimlich schwer, zwei Tore zu machen. Viel einfacher ist es, wenn man in Führung gehen kann, dann öffnen sich Räume für ein zweites oder ein drittes Tor.»

Die erste Aufgabe, die sich Ponte und seinem neuen Team stellt, ist denkbar schwierig – am 4. April muss der FC Aarau auswärts beim Tabellenführer FC Basel antreten. Wird Ponte beim FCB dann gleich das Spielsystem ändern und «mit drei Stürmern spielen?», will der Moderator wissen. «Wieso nicht?», antwortet Ponte. Man darf gespannt sein. (tir)

Raimondo Ponte stellt sich im «TalkTäglich» den brennendsten Fragen – sehen Sie hier die ganze Sendung.

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