Schmuggel
Serbe aus dem Kanton Solothurn schmuggelt 374 antike Münzen in die Schweiz

Die Schweizer Zollfahndung hat einem Schmuggler von antiken Münzen das Handwerk gelegt: Der Serbe hatte 374 Münzen aus der Römerzeit in die Schweiz geschmuggelt. Gegen ihn läuft ein Strafverfahren wegen Verstosses gegen das Gesetz über den internationalen Kulturgütertransfer.

Merken
Drucken
Teilen
Ein Serbe mit Solothurner Wohnsitz wollte antike Münzen in die Schweiz schmuggeln. (Symbolbild)

Ein Serbe mit Solothurner Wohnsitz wollte antike Münzen in die Schweiz schmuggeln. (Symbolbild)

Keystone

Der 47-Jährige mit Wohnsitz im Kanton Solothurn muss auch die Einfuhrabgaben für die illegal eingeführten und nicht angemeldeten Münzen nachzahlen, wie die Zolldirektion Basel am Donnerstag mitteilte. Hinzu kommt eine Mehrwertsteuerbusse.
Die Zollbehörde stellte die antiken Münzen, die als Kulturgut gelten, sicher. Der Mann hatte dies in mehreren Autofahrten von Serbien aus in die Schweiz transportiert. Eine grössere Anzahl bot er danach auf einem elektronischen Auktionsportal zum Verkauf an. So kam die Basler Zollfahndung dem Mann im vergangenen Jahr auf die Schliche.
Münzen aus römischer Kaiserzeit

Es handelt sich um originale Bronzemünzen der römischen Kaiserzeit des 2. bis 4. Jahrhunderts nach Christus. Das ergaben die Abklärungen der Zollfahndung in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Kultur (BAK).
Die Expertenbegutachtung der sichergestellten Objekte zeigten, dass die Münzen insbesondere für die Archäologie bedeutungsvoll sind. Die Archäologie kann mit solchen Objekten die frühere Geschichte sowie Lebensbereiche rekonstruieren, wie es in der Medienmitteilung heisst.