Wie die Staatsanwaltschaft für Wirtschaftsdelikte des Kantons Bern und die Berner Kantonspolizei mitteilten, erschienen die Inserate ab September 2017 in der ganzen Schweiz. Nachdem die mutmasslichen Betrüger mit den Verkaufsinteressenten einen Termin vereinbart hatten, unterbreiteten sie ein lukratives Angebot.

Sie machten aber zur Bedingung, dass für das Zustandekommen des Handels auch Goldschmuck an sie verkauft werden müsse. Diesen Schmuck nahmen sie zu einem weit unter dem Marktwert liegenden Preis entgegen. Die restlichen Gegenstände holten die mutmasslichen Betrüger gar nicht ab und bezahlten sie nicht.

Mitte Mai dieses Jahres nahm die Berner Kantonspolizei in Zürich zwei mutmassliche Täter im Alter von 16 und 27 Jahren fest. Es sind Deutsche, wie der stellvertretende Informationsbeauftragte der Berner Staatsanwaltschaft, Markus Scholl, auf Anfrage bekanntgab.

Ihnen wird vorgeworfen, Mitglieder eine Gruppierung zu sein, die für insgesamt 34 solche Betrugsdelikte in mehreren Kantonen verantwortlich ist. Die Staatsanwaltschaft für Wirtschaftsdelikte des Kantons Bern hat gegen den 27-Jährigen Anklage erhoben. Dies wegen angeblichen Betrugs und Geldwäscherei.

Der Jugendliche erhielt einen Strafbefehl und darf nicht mehr in die Schweiz einreisen.