Walterswil

Hochzeitskonvoi blockiert kurzzeitig die Autobahn A1

Ungewöhnlicher Stau: Hochzeitskonvoi blockiert Autobahn A1

Ungewöhnlicher Stau: Hochzeitskonvoi blockiert Autobahn A1

Mehrere Fahrzeuge haben am frühen Samstagabend kurzzeitig auf der Autobahn A1 bei Walterswil SO angehalten und dadurch den kompletten Verkehr in Richtung Zürich blockiert. Drei Autofahrer mussten den Ausweis abgeben, ausserdem drohen ihnen weitere Strafen.

Gefährlich Auf der A1 bei Walterswil SO, gleich jenseits der Aargauer Grenze gegenüber von Safenwil und Oftringen, ist es am Samstagabend zu einer heiklen Situation gekommen. Mehrere Autolenker blockierten dort mit ihren Fahrzeugen kurzzeitig die Autobahn, wie die Kantonspolizei meldet. Um 18 Uhr gingen bei der Kantonalen Notrufzentrale mehrere Meldungen über einen Fahrzeugkonvoi ein, der sich auf der Autobahn A1 in Fahrtrichtung Zürich bewege. Die Lenker hätten durch ihre Fahrweise einen Stau verursacht, meldeten Automobilisten, die dort unterwegs waren.

Die Polizei konnte den Konvoi, der aus mehr als zehn Fahrzeugen bestand, später auf dem Rastplatz Lenzburg anhalten und einer Kontrolle unterziehen. Erste Ermittlungen ergaben, dass ein 25-jähriger und ein 23-jähriger Autolenker, beide aus dem Kanton Basel-Landschaft, sowie ein 25-jähriger Türke mit ihren Autos beide Fahrspuren sowie den Pannenstreifen gleichzeitig blockierten und dort kurzzeitig bis zum Stillstand abbremsten. «Die drei Fahrzeuge sind nach unserem Kenntnisstand nebeneinander auf gleicher Höhe gefahren», erklärt Kantonspolizeisprecher Dominic Zimmerli gegenüber dem Regionalsender Tele M1. Aufgrund der Blockade sei auch der nachfolgende Verkehr zum Stillstand gekommen.

Der Konvoi dürfte sich laut dem Polizeisprecher auf dem Weg an eine Hochzeit befunden haben. Aus welchem Grund die Teilnehmer das heikle Manöver ausführten, ist noch unbekannt. Klar ist aber, dass die drei Fahrer, die auf der Autobahn anhielten, ihren Führerausweise noch vor Ort auf dem Rastplatz Lenzburg abgeben musste. Zudem wurden sie bei der zuständigen Staatsanwaltschaft angezeigt.


Wie stark wurden andere Autofahrer gefährdet? 

Welche Strafen drohen ihnen? Der Aarauer Rechtsanwalt Dominik Brändli sagt dazu gegenüber Tele M1, in diesem aussergewöhnlichen Fall kämen gleich mehrere Straftatbestände in Betracht. «Einerseits darf man nicht ohne Notlage den Pannenstreifen befahren, man darf die linke Spur nicht blockieren, man darf nicht einfach anhalten, man darf je nachdem auch nicht einfach brüsk abbremsen.»


Die Staatsanwaltschaft müsse das Verhalten der drei Fahrer jeweils separat beurteilen, erläutert Brändli. Die zentrale Frage sei, wie stark die Fahrer mit ihrem Verhalten andere Autolenker gefährdet hätten. «Je nachdem, wie man das qualifiziert, kann das von einer Verwarnung bis zu einem mehrmonatigen Führerausweisentzug reichen», sagt Brändli. Zudem müssen die Lenker für ihr Manöver wohl auch mit Bussen oder Geldstrafen rechnen. 

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