Das Posting einer SPÖ-Ortsgruppe in Niederösterreich, das den 25-jährigen Tatverdächtigen in die rechte Ecke stellte, will die Partei ahnden.

Er entschuldige sich im Namen der SPÖ Niederösterreich «für das gespürlose und völlig pietätlose Posting der SPÖ Langenzersdorf», hielt nun gestern SPÖ-Landesgeschäftsführer Wolfgang Kocevar fest. Es werde für den Verantwortlichen einen Parteiausschluss aufgrund parteischädigenden Verhaltens beantragt. Ein so tragisches Ereignis dürfe nicht für parteipolitische Zwecke missbraucht werden und sei der Sozialdemokratischen Partei unwürdig.

Unterdessen hat die FPÖ (Freiheitliche Partei Österreichs) in Tirol den 25-jährigen Verdächtigen aus der Partei ausgeschlossen. «Fakt ist, dass der mutmassliche Täter im Jahr 2014 für zwei Monate als Jugendreferent Mitglied der Stadtparteileitung der FPÖ Kitzbühel war», teilte die FPÖ Tirol gestern mit. Nach seinem Ausscheiden sei er einfaches Parteimitglied ohne Funktion oder Mandat gewesen.

Tötungsdelikt geschah aus Eifersucht

Der 25-jährige Österreicher hat am Sonntag seine 19-jährige ehemalige Freundin, deren Eltern und Bruder und den neuen Freund der jungen Frau aus Eifersucht erschossen (Ausgabe vom 7. Oktober). Laut Polizei hatte sich die Ex-Freundin vor zwei Monaten vom Täter getrennt. Dieser hatte sich nach der Bluttat bei der örtlichen Polizei gestellt. (sda/nch)