Seit Dienstagabend sitzt ein 19-jähriger italienischer Staatsangehöriger in Haft. Er soll eine Frau in ihrer Wohnung beim Talbachkreisel in Frauenfeld getötet haben. Matthias Graf, Mediensprecher der Kantonspolizei Thurgau, bestätigt die Meldung: «Beim Eintreffen der Polizei war der Kopf vom Körper abgetrennt.» Anwohner munkeln, der Enkel habe seine Grossmutter beim Beten geköpft.

Laut «Blick» liess der mutmassliche Täter den Kopf seiner Grossmutter nicht in der Wohnung. Der Polizeisprecher habe mitgeteilt, dass der Kopf des Opfers «sichergestellt» worden sei. Genauere Angaben wollte er aus ermittlungstaktischen Gründen keine machen.

Polizei wertet Handydaten aus

Der Verdächtige hat sein Handy kurz nach der Tat beim Polizeiposten deponiert, wie «20 Minuten» berichtet. Graf bestätigt dies: «Der 19-Jährige hat es wortlos beim Schalter hingelegt und die Örtlichkeit gleich wieder verlassen.» So eine Handlung sei schon ein wenig aussergewöhnlich, aber zu diesem Zeitpunkt war keine Straftat erkennbar. Deshalb sei die Polizei zu dieser Zeit auch noch nicht tätig geworden.

Der Jugendliche hatte das Handy kurz vor Eingang des Notrufs deponiert. «Wenig später konnte ein Zusammenhang hergestellt werden», sagt Graf. Die Auswertung der Handydaten sei noch nicht abgeschlossen.

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Tatverdächtiger beim Flughafen Kloten verhaftet (17. Oktober 2018)

In Frauenfeld TG wurde am Dienstag eine Frau tot in einer Wohnung an der Talackerstrasse entdeckt.

Untersuchungen vor Ort sind noch nicht abgeschlossen

Derweil können die Bewohner der betroffenen Wohnung noch nicht dorthin zurückkehren. Sie ist immer noch versiegelt. «Die Untersuchungen in der Wohnung sind noch nicht abgeschlossen,» sagt Graf. Die Staatsanwaltschaft werde die Wohnung zu gegebener Zeit wieder freigeben.

Auf Sozialen Medien wirft die Gewalttat hohe Wellen. Vereinzelt wird sie mit dem IS in Verbindung gebracht. Die Islamische Gemeinschaft, die im Mai in Frauenfeld ihre neue Moschee für rund 300 Besucherinnen und Besucher eröffnet hatte, bestreitet Verbindungen zum mutmasslichen Täter. Sowohl der Präsident der Gemeinschaft als auch der Imam betonen, dass ihnen die Familie des Verdächtigen unbekannt ist.

Die Polizei ermittelt derweil in alle möglichen Richtungen. So würden sowohl Familienmitglieder und Angehörige befragt, wie auch das persönliche Umfeld überprüft. Für den Verdächtigen hat die Staatsanwaltschaft U-Haft beantragt, wie Polizeisprecher Graf sagt. Diese muss laut der Generalstaatsanwaltschaft vom Zwangsmassnahmengericht noch bewilligt werden.

Täter nach Tötungsdelikt immer noch flüchtig

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In einer Wohnung in Frauenfeld ist eine Frau tot aufgefunden worden. Die Thurgauer Kantonspolizei geht von einem Tötungsdelikt aus.