Die totale Zerstörung zerreisst selbst einem Unbeteiligten das Herz: Dass an der Liebigen 313 einmal ein Bauernhaus mit einem Stall stand, ist kaum vorstellbar.

Nur noch Schutt und Asche ist übriggeblieben. Zwei Traktore, mehrere Landwirtschaftsgeräte sowie ein über 70-jähriger Oldtimer fielen dem Brand zum Opfer. Selbst die Grundmauern sind teilweise nur noch schwer zu erkennen.

Gestern Abend kurz vor 23 Uhr erhielt die Feuerwehr Brittnau den Alarm: Gemeinsam mit der Stützpunktfeuerwehr Zofingen und der Feuerwehr Pfaffnau versuchten sie ihr Bestes.

Doch das Bauernhaus brannte in weniger als einer Stunde komplett nieder. Bereits beim Eintreffen der Feuerwehren mit insgesamt 117 Einsatzkräften stand es in Vollbrand. Der starke Wind zur Brandzeit begünstigte das Ausbreiten des Feuers.

Erfolgreich kämpften die Feuerwehrleute, dass das Feuer nicht auf umliegende Liegenschaften übersprang. «Wir hatten beim Nachbarshaus mit einer Wärmebildkamera Glutnester gefunden, die wir bekämpfen mussten», sagt Andreas Frey, Kommandant der Feuerwehr Brittnau, der az.

Brandursache unbekannt

Noch kann die Gebäudeversicherung den Schaden nicht beziffern. Sie dürfte aber die Millionengrenze mühelos übertreffen.

Der Besitzer ringt heute Dienstagmittag um Worte, will nichts zu seinem grossen Stolz, seinem Bauernhaus, sagen, weiss nur so viel: «Es ist ein riesiger Schock. Es ist so schlimm, dass ich gar keine Worte finde.»

Noch kann die Kantonspolizei nichts zur Brandursache sagen. Die Ermittler nahmen noch in der Nacht die Untersuchungen auf. (sha)