Aarauer Altstadtlauf

Vom Sportmuffel zum Marathonläufer - Andreas Horn will andere für das Laufen motivieren

Andreas Horn möchte Sportmuffel für den Altstadtlauf motivieren.

Andreas Horn möchte Sportmuffel für den Altstadtlauf motivieren.

Andreas Horn, der als Vorsorgeberater bei der Allianz Generalagentur Aarau arbeitet, hat bereits sechs Marathons absolviert. Und das obwohl er erst seit drei Jahren regelmässig rennt. Jetzt will er seine Arbeitskollegen fürs Laufen motivieren und mit ihnen am 18. Mai am Aarauer Altstadtlauf teilnehmen.

Alles begann mit dem Besuch bei einem Kollegen. In dessen Wohnung hing ein Foto, das den Blick vom Kilimandscharo zeigte. «Er hat mir vom Aufstieg auf den Berg erzählt und irgendwie hat es mich gepackt. Obwohl ich in den Jahren davor keinen Sport getrieben habe, setzte ich mir das Ziel, vor meinem 50. Geburtstag auf dem Kilimandscharo zu stehen», so Andreas Horn. Etwas mehr als zwei Jahre blieben ihm, um dieses Ziel zu erreichen.

Andreas Horn begann regelmässig zu wandern, um sich auf den Aufstieg auf 5895 Meter vorzubereiten. Im März 2016 stand das grosse Abenteuer bevor. Doch ausgerechnet in den Monaten davor konnte Andreas Horn wegen des Schnees in der Schweiz nicht mehr regelmässig wandern.

Was also tun? Als er in dieser Zeit einige Tage in Istanbul verbrachte, erzählte ihm ein Kollege, dass er regelmässig joggen gehe. Schon am nächsten Morgen holte Andreas Horn seine alten Turnschuhe hervor und joggte durch die türkische Metropole. «Es war absolut schrecklich», erinnert er sich lachend.

Fast ohne Training an den Marathon

Trotzdem nahm er zu Hause in Biberstein einen zweiten Anlauf, kaufte sich kurz darauf richtige Joggingschuhe und bereitete sich mit regelmässigen Joggingrunden auf den Kilimandscharo vor. Als er dann im März tatsächlich auf dem Gipfel des Kilimandscharo stand, sagte er sich: «Wenn ich das geschafft habe, schaffe ich auch einen Marathon.»

Und Andreas Horn machte gleich Nägel mit Köpfen. Zwei Monate nachdem er auf dem Gipfel des Kilimandscharo stand, absolvierte er in Genf seinen ersten Marathon. 5 Stunden und 43 Minuten benötigte der zweifache Familienvater dafür. Und das obwohl er nur rund 400 Trainingskilometer in den Beinen hatte und in den Jahren zuvor nie an einem offiziellen Lauf teilgenommen hatte.

«Das war schon etwas verrückt, denn die Vorbereitung war sicher nicht so, wie man das nach Lehrbuch machen würde. Aber ich mag es, meine Grenzen auszuloten. Ich bin überzeugt, dass wir alle viel mehr schaffen können, als wir uns zutrauen.»

Reisen als Motivation

Mittlerweile hat der 52-Jährige schon sechs Marathons absolviert. Seine Zeit hat sich bei rund fünf Stunden eingependelt. Doch das spielt für ihn keine Rolle. «Die Zeit ist mir egal. Ich mache mir deswegen keinen Druck. Ich laufe nur für mich», sagt Horn, der seine Marathons immer mit Reisen verknüpft.

«Dank den Marathons habe ich schon sehr schöne Länder und Städte besucht. Das motiviert mich, weiter zu trainieren und Marathonläufe zu bestreiten», so Horn, der zwei bis drei Mal pro Woche trainiert und so rund 30 Kilometer zurücklegt.

Sein nächstes Ziel ist der Marathon im norwegischen Spitzbergen, der am 1. Juni stattfindet. Als Vorbereitung darauf nimmt er am Aarauer Altstadtlauf teil. Und dabei verfolgt er ein ganz besonderes Ziel: «Ich möchte möglichst viele Arbeitskollegen dazu bringen, dass sie ebenfalls mitlaufen. Deshalb organisiere ich auch zwei Lauftrainings. So will ich ihnen die Angst vor dem Rennen nehmen, damit wir dann alle gemeinsam den Aarauer Altstadtlauf bestreiten können», so Andreas Horn.

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