Dietikon

Voller Erfolg für ersten öffentlichen Polittalk

megaphone

Erster öffentlicher Polit Talk der CVP-Dietikon zum Thema „Asylwesen auf Gemeindeebene“ im Stadtkeller Dietikon

Dominik Lamprecht, Präsident der CVP Dietikon, begrüsste eine bunte Schar von interessierten Personen aus Dietikon zum ersten öffentlichen Polittalk. Zum ersten Mal war dieser auch für nicht CVP-Mitglieder offen. So fanden an diesem speziellen Talk, neben der regelmässig kommenden CVP Familie, auch weitere interessierte Personen um und aus Dietikon den Weg in den Stadtkeller.

Der Polit Talk, soll interessierte Personen einbinden, soll die CVP Dietikon als aktive Partei erlebbar machen, soll jedem die Möglichkeit geben an den politischen Themen von Dietikon teilzuhaben und schlussendlich auch die Fraktion bzw. CVP Dietikon visibler machen. Seit zwei Jahren wird dieses Format regelmässig durchgeführt und darf sich einer stetig steigenden Besucherzahl erfreuen. Eine tolle Sache!

Das Eintrittsreferat hielt Altstadtrat und ehemaliger Sozialvorstand Johannes Felber. Ergänzt wurde der sachorientierte Einstieg durch Daniel Gerber, Sozialdiakon der ref.- Kirche. Er schilderte einige Aktivitäten aus seiner Tätigkeit für die Kirche und seine persönlichen Erlebnisse, die aus Kontakten mit anerkannten wie auch vorläufig aufgenommenen Flüchtlingen stammen.

Johannes Felber begann seine Ausführungen, untermauert durch eindrückliche Bilder, mit der Definition: "ASYL,  Schutz vor Gefahr und Verfolgung." Ist ein Flüchtling einmal in der sicheren Schweiz angekommen erwartet ihn ein aufwändiges Verfahren. Die Asylsuchenden haben mit verschiedenen staatlichen, privaten, gewinnorientierten oder caritativen Institutionen zu tun. Es braucht bei allen Kontaktstellen gut geschultes Personal.Flüchtlinge, bei denen ein normales Verfahren eröffnet werden kann, werden für die Dauer des Verfahrens normalerweise auf die Gemeinden verteilt. Dietikon beherbergt aktuell pro 1000 Einwohner 7 Flüchtlinge, was rund 190 Personen entspricht (total aller im Verfahren stehenden Flüchtlinge – also ohne Asylentscheid).

Je nach Situation werden diesen Wohnungen zugeteilt oder sie werden in Zivilschutzanlagen untergebracht. Felber führt aus, dass dieser Alltag leider oftmals heisst: „verordnetes Nichtstun“, zumal bis zur Klarheit über den Verbleib – oder nicht – aktuell durchschnittlich 18 Monate verstreichen! Felber schildert was unter den Integrationsbemühungen der Stadt Dietikon verstanden werden kann. Als Beispiel werden unter anderem Supportleistungen zugunsten von Projekten in Zusammenarbeit mit freiwilligen Helfern, Kirchen usw. genannt.

In seiner Zusammenfassung resümiert Felber mit Worten: "Wer zu uns kommt, das bestimmen Andere (Bund + Kanton)! Wie wir mit den Flüchtlingen umgehen, das bestimmen wir!"

Daniel Gerber zeigte in einer lebendligen und eindrücklichen Art auf, wie er als Sozialdiakon in Kontakt mit Flüchtlingen kommt. Grundsätzlich hat er mehrheitlich Kontakt mit anerkannten Flüchtlingen. Seine Ausführungen zeigen aber auch auf, wie einfach der Kontakt zur Bevölkerung hergestellt werden kann. Dem Nichtstun Abhilfe schaffen ist möglich. Es braucht jedoch Initiative, Offenheit und die Bereitschaft Zeit zu investieren! Er konnte auch die Erfahrungen mit Männern, welche in der Zivilschutzanlage untergebracht sind, mit dem Publikum teilen. Eindrücklich schilderte Daniel Gerber, wie er und zwei ortskundige Dietiker Senioren einen ausgedehnten „Spaziergang“ mit den Flüchtlingen unternommen haben. Sie zeigten ihnen den „Brüggliweg“.

Die kompetenten Antworten auf die Fragen des Publikums und weitere Ausführungen führten bei allen Anwesenden zu einem abgerundeten Gesamtbild, des Asylwesens auf Gemeindeebene.  Die anschliessende Gelegenheit das Thema mit individuellen Gesprächen zu vertiefen und den Abend individuell ausklingen zu lassen wurde aktiv wahrgenommen. Einmal mehr ein gelungener Abend, der in sehr guter Erinnerung bleibt! Vielen herzlichen Dank an Reto Siegrist für die Organisation.

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