Im Duell zweier Routiniers vermochte der 33-jährige Gästecaptain Presas Abreu den links vorstossenden ein Jahr jüngeren Stauffer an der Strafraumgrenze an der Grundlinie nur regelwidrig stoppen (76.). FCS-Topskorer Chatton liess sich diese Penaltychance nicht nehmen – verdiente 1:0-Führung (77.). 

In der dritten Nachspielminute nahm der eingewechselte Micelli aus der Distanz Mass. Seinen scharfen Schuss musste Kickers-Schlussmann Strässle nach vorne abprallen lassen. Dort stand der aufgerückte Arifi zum Erben bereit – 2:0 in der 93. Minute, 30 Sekunden vor dem Abpfiff.

Schwierige Ausgangslage

Trotz Dauerdominanz mit gefühlten 70 Prozent Ballbesitz musste dieser 14. Saisonsieg erdauert werden. «Wir wussten nicht, wo wir stehen und dazu kam, dass sich die Mannschaft bewusst, dass sie dieses Spiel gewinnen muss», beschrieb Trainer Dariusz «Darek» Skrzypczak die schwierige Ausgangslage. Ziel war ein frühes Tor zur Beruhigung.

Entsprechend griffig fiel die Startphase mit ersten, allerdings nicht zwingenden Abschlussversuchen aus. Eine zentrale Rolle im Aufbau kam Arifi zuteil. Aus seiner Position hinter dem Mittelfeld kurbelte der 22-Jährige die Angriffe an und band sich nach vorne in die Offensivaktionen ein. «Wir werden an ihm noch viel Freude haben», sieht ihn Skrzypczak als einen der Mittelfeldmotoren.

Spielanlage stimmte

Wohl liessen die Platzherren den Ball viel laufen, aber gingen zu wenig in die Tiefe, um die nicht unüberwindbar wirkende  Luzerner Abwehr vor unlösbare Probleme zu stellen. «Es hätte mich gefreut, dass der Gegner mehr nach vorne kommt, deshalb ist uns nicht alles gelungen», hält der Solothurner Trainer fest.

Nach Eckbällen in der 30. Minute auf Stauffers Direktabnahme und in der 39. Minute auf Bisevac parierte Strässle die ersten zwei besten Chancen souverän. An der Spielanlage aus der soliden Defensive heraus mangelte es bei den Einheimischen nicht. Allerdings fehlte es an der Präzision, wie auch am Biss, sich durchzusetzen.

Erfolgreiche Schlussphase

Aufwand und Ertrag standen weiterhin nicht im Einklang. Fehlzuspiele trugen zum knorzigen Ablauf bei. Mit ihren bescheidenen technischen Mitteln konnten sich  jedoch die Luzerner nicht einbringen. «In der zweiten Halbzeit mussten wir geduldig bleiben und dass wir dies konnten, freut mich», sagte dazu Skrzypczak. «Zudem haben uns die taktisch geplanten  Wechsel mehr Platz gegeben», begründet der Solothurner Teamchef die erfolgreiche Schlussphase.