Es gibt einige Parallelen zwischen dem TV Solothurn und dem STV Baden. Beide Mannschaften konnten in der vergangenen Spielzeit jeweils ihre grössten Erfolge der jüngeren Klubgeschichte feiern. Während es an der Aare mit dem dritten Platz und einem Punkterekord für einen Podestplatz reichte, erreichte man an der Limmat sogar den zweiten Rang und damit die Aufstiegsbarrage zur NLA.

An der Tatsache, dass die beiden Teams kommenden Samstag in der NLB aufeinandertreffen, erkennt der Sportsachverständige, dass es für die Badener am Ende nicht zum Aufstieg gereicht hat. Nach wackerer Gegenwehr mussten sich die Aargauer am Ende dem RTV Basel beugen.

Wichtige Abgänge auf beiden Seiten

Sowohl Baden wie auch Solothurn mussten auf die aktuelle Saison hin einige Abgänge in Kauf nehmen. Der TVS musste wegen Wechseln und Rücktritten gleich sieben Spieler ersetzen. Bei den Aargauern waren es nicht ganz so viele, dafür sehr gewichtige Verluste. Mit Philipp Seitle und Marcus Hock verliessen zwei wichtige Teamstützen den Verein, zusammen waren sie für 261 der 784 Badener Tore verantwortlich, also ziemlich genau für jeden dritten Treffer. Die beiden besten Schützen der vergangenen Spielzeit konnte der STV jedoch halten. Und Pascal Bühler und Josef Zuber führen auch dieses Jahr die interne Schützenliste wieder an.

Schon vergangene Saison waren die beiden Klubs – zumindest am Ende – Tabellen-Nachbarn. Und das sind sie auch im kommenden Duell. Diesmal jedoch nicht an der Spitze, sondern genau im Mittelfeld. Zwischen Baden (7.) und Solothurn (8.) verläuft exakt die Mitte der Tabelle, ein Punkt trennt die beiden Mannschaften. Und fast identisch präsentiert sich auch der bisherige Meisterschaftsverlauf: Beide haben bisher vier Siege auf dem Konto, beide mussten knappe Niederlagen gegen starke Gegner hinnehmen, und beide haben auch schwarze Tage eingezogen und gegen nominell schwächere Teams verloren.

Überlegenes Baden im Head-to-Head

Ein grosser Unterschied lässt sich in der Statistik aber dennoch finden, und dieser betrifft ausgerechnet die Direktbegegnungen der beiden Teams. Diese sprechen nämlich klar für den STV Baden. In den vergangenen drei Saisons haben die beiden Mannschaften sechs Mal gegeneinander gespielt. Dabei gelang es dem TVS bis anhin noch nie, die Aargauer zu besiegen. Gleich fünf Mal hiess der Sieger STV Baden, lediglich einmal gelang dem Solothurner Underdog ein Unentschieden. Wollen die Aarestädter dereinst auch in dieser Statistik eine Parallele schaffen, so wäre es an der Zeit, mit dem ersten Sieg den Grundstein dazu zu legen.