Die Verantwortlichen des WAGI-Museum konnten den ersten von insgesammt zwei historischen Waggons nach Schlieren überführen. Bahnenthusiasten aus der ganzen Schweiz und Fotografen wohnten dem Spektakel im Zürcher Oberland und in Schlieren bei.

Kurz vor 17.00 Uhr brachte ein Ausnahmetransport der Firma Welti-Furrer den rund 20 Meter langen und 19 Tonnen schweren Waggon vom Typ C3 von Hinwil ZH in das Gaswerkareal nach Schlieren. Dort wird der 105 Jahre alte Waggon nun durch den Verein "historicSchlieren" restauriert und zu einem Speisewagen ausgebaut.

Vereinsübergreifende Aktion

Die Reise begann am Freitag bereits in Bauma ZH wo der Waggon beim befreundeten Dampfbahn-Verein Zürcher Oberland, kurz DVZO abgestellt war und durch das WAGI-Museum erworben werden konnte.

Mit Hilfe des DVZO wurde er nach einer sogenannten Lauffähigkeitskontrolle auf dem Schienenweg von Bauma nach Hinwil in die Industriehalle der LSB Lok Service Balmer überführt und anschliessend mit zwei Hallenkranen auf den Strassentieflader verladen.

Millimeterarbeit an allen Ecken

Um den Waggon erst anheben zu können, mussten einige technische Anpassungen vorgenommen werden. «Wir haben unsererseits bei der Vermessung der Breite einen Umstand nicht miteingerechnet, daher musste vor Ort mit dem Team von Welti-Furrer und der SERSA eine Lösung gefunden werden», sagt Patrick Bigler vom historischen Erbe der Wagonsfabrik Schlieren SWS. Mit einer rund zweistündigen Verspätung konnte der Ausnahmetransport seine Reise aber antreten.

In Schlieren soll der Waggon ab 2020 zusammen mit einem weiteren Fahrzeug als museales Denkmal und als Wagonrestaurant vor dem neuen WAGI-Museum seinen Endplatz finden.

Auch der Vereinspräsident von historicSchlieren, Thomas Stauber ist erleichtert und lobt die Zusammenarbeit aller Parteien: «Es war ein nahtloses Zusammenspiel beider Vereine. Der DVZO hat entscheidend mitgewirkt, dass dieses Projekt überhaupt zustande kam».

Weitere Informationen: www.historicschlieren.com