Unihockey NLA-Playoffs

Schickt der SVWE den Meister Köniz in die Ferien oder kommt es zum «Oster-Dätsch»?

Meister Köniz wankt, bringt ihn der SVWE am Samstag ganz zu Fall?

Meister Köniz wankt, bringt ihn der SVWE am Samstag ganz zu Fall?

Im nächsten Spiel kann der SV Wiler-Ersigen den vierten Superfinaleinzug bei fünf Austragungen erreichen. Um dieses Ziel zu realisieren, muss der vierte Sieg im Halbfinal-Duell mit Floorball Köniz gelingen. Im alles entscheidenden Treffen ist nun Nervenstärke gefragt.

Vor einer grossen Kulisse und erst noch vor laufenden TV-Kameras kann der SV Wiler-Ersigen am Samstag in Kirchberg (17 Uhr) einen weiteren Meilenstein in der Vereinsgeschichte setzen: Es winkt der vierte Superfinaleinzug bei fünf Austragungen.

Um dieses Ziel zu erreichen, braucht es den vierten Sieg im Halbfinal-Duell mit Floorball Köniz. Sollte dem Meister hingegen der Anschluss zum 3:2 gelingen, würde sich die Halbfinalserie auf das Osterweekend erstrecken.

Es ist angerichtet: 3:1-führt der SVWE nach vier Halbfinalpartien und visiert vor sicherlich würdiger Kulisse (Ticket Vorverkauf via Eventfrog.ch) im zweiten TV-Spiel dieser Halbfinalserie in der Kirchberger Grossmatt den vierten und damit entscheidenden Sieg in der Serie mit Köniz an, um nach 2015, 2017 und 2018 erneut in den Superfinal einzuziehen und den Meister gleichzeitig in die Ferien zu schicken.

Geglückter Umbruch 

Und es wäre durchaus ein bemerkenswerter Finaleinzug. Nach einer nicht sorgenfreien Qualifikation, einem Steigerungslauf in den Playoffs immerhin, aber auch geprägt von Verletzungssorgen vor allem rund um die beiden Topskorer Johnsson und Känzig, welche in diesem Halbfinalduell je nur in zwei von 12 Dritteln im Einsatz standen.

Und es darf durchaus auch erwähnt werden, dass aktuell drei Akteure mit Jahrgang 1999 regelmässig zum Zuge kommen, mit Bürki und Alder zwei davon gar in der nominell ersten Linie. Und Akteure wie Rentsch (1997) oder Känzig (1996) teilen sich das Topskorershirt, oder Claudio Mutter (1996) führt die zweite Linie als Center an.

Seit dem erstmaligen Finaleinzug 2015 haben prägende Figuren wie Christoph Hofbauer, Adrian Zimmerman und Philipp Fankhauser (alles „retired numbers“ und 28 Meistertitel auf sich vereinend) sowie Goalie Nicolas Wolf den Rücktritt gegeben, oder Stammkräfte wie Mendelin, Hirschi oder Meister den Verein verlassen.

Bewährte Nachwuchsarbeit und Revanche-Chance

Trotzdem ist es gelungen, diesen massiven Umbruch zu handeln ohne aus den Top Vier zu verschwinden. Bezahlt macht sich da natürlich auch die Nachwuchsarbeit, wo die vier U21-Meistertitel in Serie bereits „Dividenden“ ausgeschüttet haben und auch in Zukunft werden, wenn sich die Talente weiter entwickeln und auch genug Geduld haben, den Sprung von den Junioren ins Fanionteam zu bewerkstelligen.

Mit einem Finaleinzug könnte Wiler auch Revanche an Köniz nehmen für die letztjährige Finalniederlage, als der Kantonsrivale den SVWE entthronte. Der letzte Schritt ist aber bekanntlich immer der schwierigste und so bleibt abzuwarten, wie beide Teams mit dieser Ausgangslage umgehen.

Dass der Meister in Kirchberg gewinnen kann, hat er in Spiel 3 gezeigt, als er die Chance, welche das Heimteam den Könizern trotz zwischenzeitlicher 3:1-Führung anbot, nützte und am Ende mit 5:4 siegte. Für die Berger-Truppe gilt es auch, aus diesem Spiel die richtigen Lehren zu ziehen und besser mit der Situation umzugehen.

Meistgesehen

Artboard 1