Am frühen Donnerstagmorgen konnte unser Reiseleiter Beni Arnet  32 aufgestellte und erwartungsfrohe Sängerkollegen begrüssen. Schlieren war zu diesem Zeitpunkt noch etwas wolkenverhangen, aber die Wetterprognose für die nächsten 2 Tage war sehr positiv.

Die erste Etappe unserer Reise ging mit dem Car Richtung Chur und am Walensee gab es den obligaten „Gipfelihalt“.

Unser erstes Ziel war ein Besuch im Festungsmuseum Crestawald bei Sufers. Der Baubeginn dieser Festung war im September 1939 und die offizielle Einweihung dieser Anlage war bereits im Juni 1941. Ein solches Projekt in dieser Zeit, und vor allem in diesem Tempo zu realisieren, geniesst unseren höchsten Respekt.  Die Führung durch diese geschichtsträchtige Festung war sehr interessant und  bei vielen von uns erwachten wieder „WK-Erinnerungen“.  

Das Mittagessen wurde uns in der Festung serviert und als Dank an das Personal sangen wir noch einige Lieder. Beim Verlassen der Anlage war das Wetter sonnig und die Temperatur sommerlich warm. Der „Meteo“ hatte recht und er hat uns dieses Mal zum Glück nicht enttäuscht.

Nach einem kurzen Halt in unserem Hotel in Parpan ging es weiter nach Churwalden . Im Betrieb der Metzgerei Bischofberger informierte man uns über die Kunst des Fleischtrocknens.  Der nächste Fixpunkt war die ehemalige Klosterkirche St.Peter Mistail, welche um das Jahr  800 gebaut wurde. In dieser altehrwürdigen Kirche durften wir einige Lieder für „uns“ singen und die wunderbare Ruhe geniessen. Es war ein wunderschönes Erlebnis für alle Sänger. Nächster Halt, und auch der Höhenpunkt unserer Reise, war Savognin. Wir wurden vom Cor Viril Savognin zum gemütlichen Risotto-Sängerabend eingeladen.  Wir staunten nicht schlecht, als wir sahen, wie viele Leute diesen traditionellen Anlass besuchten. Zuerst sang jeder Chor einige Lieder und dann sangen beide Chöre zusammen Dorma Bain und La Montanara. Es war für jeden Sänger beeindruckend in einem so grossen Chor mit ca. 60 Sängern mitzusingen.  Das Publikum bedankte sich für die jeweiligen Liedervorträge mit grossem Applaus. An diesem Beispiel sieht man, dass Singen verbindet, Freude bereitet und einem die Sorgen vergessen lässt. Leider ging dieser wunderschöne Abend viel zu schnell zu Ende. Mit dem Lied „Als Freunde kamen wir“  bedankten wir uns und sagten gleichzeitig Adieu  zu unseren Bündner Sängerfreunden und dem Publikum.

Am nächsten Morgen trafen wir uns aufgestellt und mit neuem Elan zum Morgenessen. Unser nächstes Ziel war das Nationalparkzentrum in Zernez. Zuerst genossen wir die wunderschöne Fahrt über den Julier ins Engadin. Auch hier war die Führung sehr interessant und lehrreich.  Nachher ging es Richtung Ofenpass in den Nationalpark und im Restaurant Il Fuorn stillten wir unseren Hunger. Unter Sonnenschirmen und bei guter Laune wurde viel diskutiert, gelacht und natürlich auch gesungen, was von den anderen Restaurantgästen jeweils mit grossem Applaus verdankt wurde. Leider ging auch dieser Aufenthalt viel zu schnell vorbei und wir mussten diesen wunderschönen Ort wieder verlassen. Auf der Heimreise fuhren wir über den Flüelapass und genossen nochmals die einzigartige Bergwelt. Müde aber glücklich und zufrieden trafen wir am Samstagabend wiederum in Schlieren ein. Ich bin überzeugt, dass wir uns noch lange an diese Reise erinnern werden.

Männerchor Schlieren – Freddy Kunz