Der Radsport-Weltverband UCI hat die Entwicklung der Fahrradbranche aufgegriffen und die Kategorie E-MTB eingeführt. Im Rahmen der MTB-WM in Mont-Sainte-Anne (CAN) Ende August, lanciert er die erste Weltmeisterschaft für E-Mountainbikes.

Neben der von der UCI-sanktionierten Rennserie WES «World E-Bike Series», die E-Bikes vorbehalten ist, folgte nun auch der Mercedes-Benz UCI Mountainbike Cross-Country Weltcup in Albstadt (D) diesem Trend und nahm ein E-MTB-Rennen ins Programm auf.

Stephan Salscheider, Veranstalter des Events in Albstadt, unterstreicht: «Natürlich wollen wir den E-MTB Sportlern die Tür öffnen und Gelegenheit geben weiter Teil des Ganzen zu sein. Gleichzeitig wollen wir aber auch den Herstellern signalisieren, dass der World Cup ein ideales Testfeld und optimale Bühne zur Präsentation ihrer Produkte bleibt.»

Ein packendes Duell

Die Rennstrecke in Albstadt war sehr schnell und taktisch. Im E-Cross-Country Rennen der Frauen lieferten sich die Solothurnerin Nathalie Schneitter und die ehemalige Enduro- und Downhill-Weltmeisterin Tracy Moseley (GBR) ein packendes Duell.

Nathalie Schneitter bewies im Duell Biss und setzte sich gegen ihre Verfolgerinnen durch.

Nathalie Schneitter bewies im Duell Biss und setzte sich gegen ihre Verfolgerinnen durch.

Schneitter gelang es immer wieder sich in den Aufstiegen von ihrer Verfolgerin abzusetzen, doch die Abfahrts- Spezialistin Moseley schloss die Lücken in den Downhills jeweils wieder. In der vierten und letzten Runde setze Schneitter eine Attacke in der sie entscheidend wegkam und dank einem beherzten Zielsprint sicherte sie sich den Sieg mit 3.5 Sekunden Vorsprung.

«Heute hat es Nerven wie Drahtseile gebraucht. Ich habe in der Materialwahl gepokert und fast dafür büssen müssen. Jedes E-MTB-Rennen gibt neue Informationen, es ist unglaublich wie schnell sich dieser Sport entwickelt. Das Duell mit Tracy hat enorm Spass gemacht, aber natürlich bin ich glücklich, dass ich den Sieg ins Ziel bringen konnte», so Schneitter nach ihrem Erfolg.