Die Umgebung des Eigihofs wird in Zukunft "bäumig" aussehen. Der Vogel- und Naturschutzverein Wettingen unterstützte die Pächterfamilie mit einer Baum-Pflanzaktion und bekam dazu eine Spende vom Maislabyrinth.

Auf den Wiesen und Weiden um den Eigihof soll es wieder mehr Bäume geben. Das ist das erklärte Ziel von Amédée und Alexandra Monnerat, dem Pächterpaar des Hofes. Mit einem samstäglichen Arbeitseinsatz haben Helferinnen und Helfer des Vogel- und Naturschutzvereins Wettingen die beiden in dieser Absicht tatkräftig unterstützt. Vierzig grosse und kleine Hände packten an, um elf junge Hochstammbäume rund um den Hof zu pflanzen, nebst einer Eiche und einer Linde Apfelbäume, Kirschbäume, ein Quittenbaum und Birnenbäume, darunter die lokale Sorte 'Wettinger Holzbirne'. Sie alle werden das Landschaftsbild und die Natur im Eigi künftig bereichern. Mit von der Partie am Arbeitseinsatz war ein Vereinsmitglied, das vor Jahrzehnten selbst auf dem Eigihof aufgewachsen war. Auf mitgebrachten alten Schwarzweiss-Fotos zeigt sich der Eigihof in Wettingen noch umgeben von vielen Obstbäumen. Im Laufe der Jahre sind die Bäume jedoch fast vollständig verschwunden. "Genau diese alten Bilder sind für mich das Vorbild", sagt Amédée Monnerat. Erste Hochstamm-Obstbäume sind in den letzten Jahren bereits gepflanzt worden.

Anwesend bei der neuen Baumpflanzung war auch Sandro Sozzi, Gemeinderat und Initiator vom Maislabyrinth Wettingen. Er packte nicht nur mit an, sondern spendete dem Vogel- und Naturschutzverein Wettingen für diese Aktion auch 500 Franken aus dem diesjährigen Erlös des Maislabyrinths. Dank der vielen Helferinnen und Helfer kam die Pflanzaktion zügig voran. Willkommene Unterstützung leistete Benedikt Egloff vom Gartenbau Egloff, der mit einem kleinen Bagger die notwendigen Löcher aushob. Danach musste in jedes Pflanzloch ein Metallgitter als Mäuseschutz verlegt werden, bevor der junge Baum gepflanzt werden konnte. Jeder Stamm bekam einem Pfosten zur Sicherung und einen Schutz gegen Beschädigung durch Weidetiere.

Nebst der Pflanzung konnte der Verein an einer Hoffassade auch Schwalbennester und einen Fledermauskasten montieren. Die Arbeiten wurden unterbrochen durch eine wohlverdiente Pause, zu welcher Alexandra Monnerat feines selbstgemachtes Gebäck, Kaffee, Tee und eigenen Most auftischte. Bei Arbeitsschluss am Mittag gab es rundum nur zufriedene Gesichter. "Ihr habt wahnsinnig Gas gegeben", lobte Amédée Monnerat die Crew.