Vogel- und Naturschutzverein "Schwalbe" Schlieren

Klingnauer Stausee mit der «Schwalbe» Schlieren

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Winterexkursion des Vogel- und Naturschutzvereins Schwalbe, Schlieren vom 23. Januar 2016 an den Klingnauer Stausee

„Habt ihr die Rohrdommel gesehen?“ fragte ein Beobachter einer anderen Gruppe, auch mit Fernrohr bestückt. „Nein“, auch von den 24 Grossen Brachvögeln, die noch am Vortag gesichtet worden waren, konnten wir nur träumen. Dagegen zeigten sich Wacholderdrosseln auf Gebüschen in Schwärmen. Und die Wasserflächen waren voller verschiedenster Entenarten, weil Flachwasser viele Gründelenten, dann auch Gänsesäger und selbstverständlich Blässhühner, bei uns gemeinhin „Taucherli“ genannt. Auf einem abgebrochenen Baumstamm posierte ein kaum jähriger Graureiher, auf einem anderen drei Kormorane. Futterneid befiel uns bei der Beobachtung eines Roten Milans, der hoch oben in einer Astgabel einer prächtigen Silberweide einen gegriffenen Vogel verspeiste und dabei laufend die gerupften Federn fallen liess. Leider war uns der Zugang verwehrt, um die Art des Opfers zu bestimmen.

Trüb und kalt und nass war es, als wir dessen unbeirrt Schlieren in vier Privatfahrzeugen verliessen, um am Klingnauer Stausee an einer vogelkundlichen Exkursion unter der Leitung von Monica Laim-Graf teilzunehmen. Zögerlich verbesserte sich die Witterung und damit die Aktivität der Vögel. Vom Parkplatz bei der Döttinger Brücke ging’s entlang der Flachwasserzone zum Beobachtungsturm. Er weist auf beiden Plattformen eine ganze Reihe von Tafeln mit den häufigsten Vogelarten auf.

Der Klingnauer Stausee ist berühmt für seine Naturwerte. Er hat eine lange Geschichte vorzuweisen: 1886-1906 fand die Aarekorrektion statt, 1931-1935 der Bau des Stauwehrs. Damit ging es mit dem weitläufigen Auengebiet (1,5 km2) zu Ende. Doch bildete sich mit der Zeit ein Wasser- und Zugvogelreservat von internationaler Bedeutung heraus. Jährlich überwintern hier Tausende Enten und Möwen und im Jahresverlauf regelmässig bis zu 220 Vogelarten.

Ein Besuch lohnt sich allemal, zumal sowohl die Informationen auf dem Beobachtungsturm als auch im Internet hervorragend sind: www.klingnauerstausee.ch . Von der Unterseite /ornithologie/aktuelles.php kann z.B. die Liste der am Vortag aufgeführten Arten oder deren Beobachtungswahrscheinlichkeit heruntergeladen werden.

Nino Kuhn, 09.02.2016

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