Vereinigung Pensionierte Kernkraftwerk Leibstadt

KKL-Pensionierte regenfrei in der Ostschweiz

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Vom Appenzeller Witz zur Klosterstille

Die „Jahresreise“ bescherte 76 KKL-Ehemaligen sowie ihren Begleiterinnen und Begleitern Heimat- und Volkskunde in der Ostschweiz – und dies bei regenfreiem Himmel. Einmal im Jahr steht bei der Pensionierten-Vereinigung des KKL (PVK) ein Tagesausflug auf dem Programm. Vorstandsmitglied Edgar Kalt war wiederum für ein attraktives Angebot besorgt. Ihm und Luciana Bachmann oblag die Reisebegleitung. Bei der Verabschiedung am Abend in Leibstadt waren die Echos angesichts des Erlebten ausnahmslos positiv. PVK-Präsident Peter F.Wider durfte eine zufriedene Schar verabschieden. Es erstaunt im Sommer 2014 wohl kaum, dass zum Schluss auch das Wetter ein Thema war. Am 20. August, mussten die Ausflügler sage und schreibe nie zum Regenschirm greifen.

Appenzellerland ins Herz geschlossen

Eine erste Gesprächsrunde bot der Kaffeehalt im Schloss Wülflingen bei Winterthur. Die Führung durch Appenzell mit Kirche, Gassen und Landsgemeindeplatz bescherte imposante Eindrücke. Das Dorf und der Kanton mit bewegter politischer und kirchlicher Vergangenheit, verankerten Traditionen und Bekenntnis zur Ur-Demokratie, malerisch gestalteten Hausfassaden, 30 Wirtschaften oder imposanten Sonntagstrachten für Frauen im Wert von durchaus 20‘000 Franken faszinierten. In Teufen auf der Waldegg im Erlebnisrestaurant Schnuggebock zeigte die Region ihr anderes Gesicht mit Hackbrettmusik, träfen Witzen und feiner bodenständiger Verpflegung wie zu Grossmutters Zeiten.

Klösterliche Stille in Ittingen

Der Nachmittag führte in die Kartause Ittingen. Das Thurgauer Bijou mit Wurzeln im elften Jahrhundert war von 1461 bis zur Klosteraufhebung 1848 im Besitz des Kartäuser-Ordens. Das Jahr 1977 brachte nach Jahrzehnten der Sorgen die Wende mit der Gründung einer privatrechtlichen Stiftung. Die Gesamtrestaurierung von 1979 bis 1983 kostete inklusive Kauf 49 Millionen Franken. Angegliedert dem Haus für Bildung und Begegnung mit Guts- und Werkbetrieb sowie Heim sind das Ittinger Museum und das Kunstmuseum Thurgau. Der Aufenthalt blieb frei für die individuelle Gestaltung mit kulturellem Erlaben, Spaziergang durch die Anlage und die Gärten, Besinnung in der Stille, Aufenthalt im Klosterladen oder einem Ittinger Bier in der Gartenwirtschaft.

Von Leo Erne

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