Das Damen 2 holt sich in Birr den zweiten Platz zurück und hat beste Aussichten, diesen auch bis zum Schluss zu halten. Das Team war mental bereit und zeigte zwei abgeklärte Leistungen.

Jeder Hockeyfan kennt Wayne Gretzky. Er gilt zurecht als der beste Eishockeyspieler aller Zeiten. Gretzky sagte einst: «Ninety percent of hockey is mental.» 90% im Hockey entscheiden sich im Kopf. Und Gretzky muss es wissen. Der Mann hat viermal den Stanley Cup gewonnen. Im Sport wird der mentale Aspekt immer noch unterschätzt, auch – oder besser gesagt gerade – im Amateurbereich.

Spreiti’s Damen 2 war in der letzten Runde durch eine ärgerliche Niederlage (erst die zweite diese Saison) auf den dritten Platz zurückgefallen und musste den Gruppensieg abschreiben (Greenlight hat sich diesen nun endgültig gesichert, Gratulation!). Deshalb war es umso wichtiger, in Birr eine Reaktion zu zeigen. Im ersten Spiel traf Spreiti auf Lok Reinach (Hinspiel: 4:3-Sieg). Im Spielbericht der Hinrunde ist zu lesen: «Mit etwas mehr Cleverness hätte man Reinachs ungeschicktes Wechsel- und Forechecking-Verhalten gnadenlos bestrafen können.» Heute war der Tag, um es besser zu machen: Die Coaches hatten das Team darauf eingestellt, dass Reinach die Ballführende hinter dem Tor angreifen würde, teilweise auch doppeln. Und Spreiti war bereit dafür. Immer wieder konnte man so Kontersituationen erschaffen, nutzte diese aber zu wenig konsequent. Weil man defensiv in zwei Situationen nicht aufpasste, stand es zur Pause «nur» 3:2 für Spreiti. Doch die Aargauerinnen waren ein Block mehr und dieser Umstand bezahlte sich nach dem Seitenwechsel aus. Reinach war müde, stand oft zu weit weg von der Gegnerin und Spreiti gelangen so noch drei weitere Tore. Hinten hielt Céline Bütler dicht und so siegte Spreiti verdient mit 6:2.

Spitzenkampf spannend bis zum Schluss

Anschliessend ging’s im Spitzenkampf gegen Limmattal, vor der Runde vor Spreiti auf Platz 2. Limmattal hatte aber zuvor bereits völlig überraschend gegen Beromünster verloren und war hinter Spreiti zurückgefallen. Spreiti war zu Beginn spielbestimmend und ging durch ein schönes Backhand-Tor von Daniela Müller in Führung. Leider aber missriet dann eine Freistossvariante und Limmattal kam relativ leicht zum Ausgleich. In der Folge war das Spiel ausgeglichen, sowohl Francesca Perez vor, wie auch Céline Bütler nach der Pause hielten aber brillant. Vorne war Spreiti oft zu wenig konsequent – mit einer Ausnahme: Corinne Bauer traf herrlich zum 2:1. Und das sollte auch der Siegtreffer sein. Auch wenn es bis zum Schluss spannend blieb. In der hektischen Schlussphase kam das Mentale wieder zum Zug: Die Spreitenbacherinnen blieben mit dem Ball hinter dem Tor cool und verteidigten leidenschaftlich. Und so wurde es nur noch selten wirklich gefährlich vor Céline Bütler. Es sei aber nicht verschwiegen, dass Spreiti einmal ganz, ganz viel Glück hatte, als der Ball irgendwie der Linie entlang kullerte und dann aber weggeschlagen werden konnte. Schwein gehabt! So blieb es beim knappen 2:1-Erfolg.

«It’s a mental game» - die Worte von Wayne Gretzky in Gottes Ohr. Mental waren die Spreitenbacherinnen heute bereit. Bereit, sich vor wild anstürmenden Gegnerinnen zu befreien. Bereit, den Kampf gegen Limmattal anzunehmen. Und bereit, sich nicht provozieren zu lassen. Der Lohn sind 4 Punkte. 4 Punkte zum genau richtigen Zeitpunkt. Dank drei Punkten Vorsprung hat Spreiti an der letzten Runde (11. März) im heimischen Seefeld die grosse Chance, Platz 2 endgültig zu sichern. Schöne Randbemerkung: Das Damen 2 hat in 16 Spielen übrigens erst 39 Tore erhalten. Das sind nicht einmal 2.5 Tore pro Spiel. Weiter so!
Ein herzliches Dankeschön an alle Vereinsmitglieder, die das Damen 2 in Birr angefeuert haben. Das gab Extramotivation! Das Team würde sich natürlich auch an der Heimrunde am 11. März über viele Zuschauer freuen.