Pressemitteilung der SVP Dietikon

Die Lebenserwartung wird erfreulicherweise immer länger. Wo liegen die grundsätzlichen Probleme? Sind die vorgeschlagenen Massnahmen zur Altersvorsorge 2020 zielführend? Welches ist der aktuelle Stand der Rentenreform? Hanspeter Konrad Direktor des Schweizerischen Pensionskassenverband, NR Toni Bortoluzzi und Kantonsratskandidat Markus Binder beantworteten die brennenden Fragen der zahlreich erschienen Gäste.

Der demografische Wandel und der ständige Druck auf die Kapitalrenditen führen dazu, dass immer weniger Zahlende für immer mehr Bezüger aufkommen müssen. Trotz der erfreulichen Betragsjahre 2012 bis 2014 hat der im Jahr 2008 zum Glück abgewendete Zusammenbruch des Finanzsystems sichtbare Spuren und finanzielle Lücken bei den Wertschwankungsreserven hinterlassen.

In dieser Situation haben die meisten Pensionskassen ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis gestellt. Doch gerade im Bereich der finanziellen Sicherheit stehen sie vor grossen Herausforderungen. Insbesondere stellen die Pensionierungsverluste und Quersubventionierungen aufgrund des hohen Umwandlungssatzes je länger je mehr ein Problem dar.

Der Reformbedarf ist eindeutig ausgewiesen. Die Diskussion muss jetzt proaktiv angegangen werden. Ein Scheitern der Reformvorlage wäre gefährlich.

SVP-NR Toni Bortoluzzi nahm dazu Stellung und informierte, dass heute in der Schweiz 1,3 Mio. Menschen über 65 Jahre alt sind. Im Jahr 2030 werden es bereits zwei Millionen sein. Als Sozialversicherungsspezialist zeigte er eine Übersicht der Eckwerte des bundesrätlichen Reformvorschlags.

  •           Rentenalter der Frau von 64 auf 65 erhöhen
  •           Lohneintrittsschwelle auf AHV Mindestrente senken
  •           Koordinationsabzugs abschaffen
  •           Altersgutschriften anpassen
  •           Mindestumwandlungssatz von 6,8 auf 6,0 % kürzen
  •           Übergangsgeneration ausfinanzieren

Eine Massnahme der zahlreichen Reformbestrebungen zielt dahin, dass Vermögen der 2. Säule um zu verteilen. „Dies ist ein klarer Rentenklau und das darf nicht sein“ begann Markus Binder - Leiter der Arbeitsgruppe zur Rentenreform der SVP des Kantons Zürich - sein Referat.  

Die ungerechte Umverteilung von Jung zu Alt muss gestoppt werden. Der Generationenvertrag muss wieder fair sein, indem die Älteren (auch Rentner) die Last mittragen und sie nicht allein den Jüngeren (Beitragszahlern) aufbürden – der Generationenvertrag muss dringend erneuert werden.

Die Vorschläge der Arbeitsgruppe zur Rentenreform haben folgende sechs Forderungen erarbeitet:

1. Aufteilen der Monsterreform
2. Anpassen des Referenzalters
3. Kein unnötiger Leistungsausbau
4. Rasches senken des BVG Mindestumwandlungssatzes
5. Stoppen der Zwangsumverteilung in der Zweiten Säule
6. Einführen einer echte Schuldenbremse für die AHV

Die anschliessend engagiert geführte Diskussion, moderiert von Kantonsrat Rochus Burtscher, verdeutlichte, welch grosse Bedeutung der Altersvorsorge zukommt. Die SVP zeigte auf, dass sie frühzeitig auf drohende Gefahren hinzuweisen vermag und auch schon konkrete Lösungsansätze anzubieten hat. Die SVP wartet nicht bis es passiert ist!

Der Vorstand SVP Dietikon

Dietikon, 24. März 2015