TC Belchen

«Hitzeschlacht» Der 39. Belchen Cup geht mit «heissen» Finalspielen und würdigen Siegern zu Ende

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v.l.n.r. Alain Vorpe / TC Arlesheim (Finalist) und Philippe Sudan / TC Olten (Sieger)

Die Finalisten im "Königstableau" der Herren 35+ R1/4

v.l.n.r. Alain Vorpe / TC Arlesheim (Finalist) und Philippe Sudan / TC Olten (Sieger)

Es waren heisse Tage auf der Anlage «im Gnöd» in Hägendorf. Sowohl das erste als auch das zweite Wochenende standen im Zeichen der Schattensuche. Auf dem Platz gab es diesen, zumindest um die Mittagszeit, nur spärlich und somit mussten die Spieler viel Flüssigkeit zu sich nehmen und mit Ihren Kräften haushälterisch umgehen. Der «Kälteeinbruch» vom letzten Montag und Dienstag, wäre am Finaltag eine willkommene Abwechslung gewesen.

Christian Wyss (Herren Aktive R1/4) und Philippe Sudan (Herren 35+ R1/4) gewannen die beiden Königskategorien

Der Oltner Christian Wyss (R3) ist im «Belchen» ein guter Bekannter/Altbekannter?. So nahm er in der Vergangenheit schon oft am Belchen Cup teil und war auch praktisch immer am Finalwochenende noch dabei. Auch dieses Jahr gab er sich in der Startbegegnung gegen Clubkollege Thomas Bigler (R4) keine Blösse und gewann in rekordverdächtigen 39 Minuten mit zwei Mal 6-0. Im Halbfinal konnte ihn der Thaler Sven Willi (R5), nach klar verlorenem ersten Satz, wenigstens im zweiten Satz teilweise fordern. Im Finale, gegen den sehr starken Aarauer Arturo Roth (R3), ging es für Wyss nicht mehr so einfach von der Hand. Die ersten beiden Sätze waren mit 7:5 und 5:7 hart umkämpft. Roth, welcher in der Startrunde überraschend den Top-Favoriten Christoph Kuhn (R1) aus dem Turnier geworfen hat, ging das Tempo von Wyss gut mit und machte ihm das Leben mit krachenden Vorhandpunkten schwer. Im dritten Satz war dann die Fehlerquote bei Roth etwas zu hoch, was schlussendlich mit 6-3 zu Gunsten von Wyss den Unterschied ausmachte.

Der zweite gut bekannte Oltner, Philippe Sudan (R2) sah sich im Final ebenfalls einem «Nummer Eins Killer» gegenüber. Der Baselbieter Alain Vorpe (R3) schlug seinen Clubkollegen Serge Lutgen (R1) in der der ersten Runde überraschend klar mit 6-4 und 6-2.  In den nächsten Spielen, gegen Adrian Wirz und Eric Gloor, hatte Vorpe keine Probleme. Sudan spielte sich seinerseits absolut souverän durch die «Belchen Tage» und lieferte auch in einem kühlen «Nachtspiel» gegen Lucas Helbling eine solide Leistung ab. Alles andere als kühl war es dann am Finaltag und somit beim Spiel um die «Krone» in der Jungseniorenkategorie R1/4. Bei brütender Hitze lieferten sich die beiden ein Duell auf Augenhöhe. 6-4 und 6-7 lauteten die ersten beiden Durchgänge. Anschliessend verliessen den 6 Jahre älteren Vorpe ein wenig die Kräfte. Sudan zeigte einmal mehr, dass er wohl zu den durchtrainiertesten Regionalspielern zählt. Das Resultat war ein glattes 6-0 im finalen Durchgang.

In der Herren Konkurrenz R5/9 kam es zum reinen «Belchen Final» zwischen Philipp Marti und dem topgesetzten Dario Piffaretti (beide R5). Nach dem Gewinn des Startsatzes und der 5:1 Führung im 2. Satz durch Piffaretti, sah alles nach einer klaren Angelegenheit aus. Marti steckte aber nicht auf und kehrte den 2. Satz noch zu seinen Gunsten. Piffaretti entschwanden die Kräfte im 3. Satz gänzlich und er musste das Match, beim Stand von 0-1 aus seiner Sicht, aufgeben.

Ein hochklassiges Spiel lieferten sich Yvan Grepper (R4) und Hannes Aeberhard (R3) im Finale des Herren 45+ R2/5 Turnieres. Leider entschied auch hier eine Aufgabe das Spiel. Beim Stand von 6:3, 4:6 und 0-1 aus Sicht von Aeberhard, zog sich Grepper eine schmerzhafte Zerrung zu, welche ihn zur sofortigen Aufgabe zwang.

Kessler gewann bei den Damen (30+ R2/5)

Die R3 klassierte Stefanie Kessler gewann den Final gegen die höher klassierte Bettina Berger (R2) in 2 deutlichen Sätzen 6-2 und 6-4! Erst beim Stand von 2-5 im zweiten Satz gelang es Berger Ihre Gegnerin ein wenig aus dem «Tramp» zu bringen. Nach zwei gewonnenen Games in Folge sah sich Berger im nächsten Spiel einem Matchball gegenüber. Bei der Verwertung konnte Kessler dann zusätzlich noch die Netzkante auf Ihre Seite ziehen.

Alejandro Quezada als «Marathon-Man”!!

Der aus Chile stammende Quezada (R5) spielte am diesjährigen Belchen Cup gefühlte 100 Stunden Tennis. In der Kategorie 55+ R5/9 gewann er gegen Heinz Pfluger und Urs Jehle in jeweils 3 langen Sätzen. Dann kam der Halbfinal gegen den Zofinger Roger Meier (R6). Nach über 3 Stunden, und wie bei den vorangegangenen Partien unter Einfluss von sehr grosser Hitze, gewann Meier schliesslich 7-5 im dritten Satz. Beiden stand der Kampf förmlich ins Gesicht geschrieben. Roger Meier gab für den Final w.o. und Quezada forderte den starken Oltner Thomas Blum (R5). Bis dahin gab Blum in 3 Spielen nur 6 Games ab. Quezada war gewarnt. Aber sicherlich auch ein wenig froh, dass es gegen Blum nicht erneut 3 Stunden lang hin und her gehen würde. Und so zog Blum sein Spiel auch am Sonntag schonungslos durch. 6-1 und 6-2 war das Resultat und Blum der verdiente Kategoriensieger.

Auch bei den Damen 40+ R5/9 siegte eine Oltnerin

Monika Nyffeler (R5) heisst die Siegerin der Gruppenspiele in der 40+ Kategorie. 3 Siege, 6 Sätze und 36-6 Games sprechen eine klare Sprache. Weder Claudia Lämmli (R6), Therese Kunz (R6) noch Patrizia Zihlmann (R5) hatten gegen Nyffeler eine Chance.

Damen Doppel an den TC Belchen // Herren Doppel ohne Finalspiel

Die Geschwister «Baumli / Ulrich» (Deborah und Noemi) siegten im Damen Doppel. Es wurden Gruppenspiele ausgetragen, in welchen schlussendlich das Direktduell gegen die starken Clubkolleginnen Andrea Thomann und Claudia Lämmli den Unterscheid ausmachte. Im 3. Satz und somit im Champions Tie-Break gewannen die Aussenseiterinnen und gleichbedeutend im Anschluss auch die Konkurrenz.

Im Herren Doppel kamen die starken Stefan Gerber und Daniel Mundschin zu einem kampflosen Turniersieg. Durch die Aufgabe von Dario Piffaretti im erwähnten Einzelfinale, konnte er beim Doppel nicht mehr antreten. An der Seite von Joel Lauper wäre das mit Sicherheit eine spannende Affiche geworden. Mit 2 vorangegangenen, souveränen Siegen haben Gerber / Mundschin den Titel aber nicht «gestohlen».

Das Turnier OK unter der Führung von Thomas Schärer und dem Turnierleiter Martin Beck, dürfen auf 12 wunderbare Tennistage im Gnöd in Hägendorf zurückblicken. Trotz Covid 19 Schutzmassnahmen und entsprechenden punktuellen Erschwerungen im Zusammenhang mit der Anlassorganisation, war die Stimmung im «Belchen» einmal mehr hervorragend. Allen Beteiligten und Spielern sei ein herzlicher Dank ausgesprochen.

Für das Jahr 2021 steht eine Jubiläumsaustragung an. «40 Jahre Belchen Cup»! Das OK und der TC Belchen freuen sich darauf.

Olten, 09.08.2020

Verfasst durch A. Rogenmoser / TC Belchen Hägendorf

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