Unter Führung der ehemaligen Kantonsratspräsidentin Brigitta Johner und HEV-Vorstandsmitglied Susanne Wyss durften sich Mitgliederinnen und Mitglieder des HEV Dietikon-Urdorf bei schönstem Wetter nach Meiringen kutschieren resp. «carieren» lassen. 

Die für ihre Energieinfrastruktur bekannte Region im Haslital wartet mit einem eindrücklichen und für die Schweiz wichtigen Militärflugplatz auf. Nach einem willkommenen Kaffee und einem äusserst freundlichen Empfang durch den Militärpiloten Hauptmann Cyril Johner (Nickname «Johnny») erhielten die Teilnehmenden sehr instruktive Informationen zur Geschichte, zu Ausbildung und Training wie auch zur heutigen Situation im nationalen sowie regionalen Militärflugwesen. Hauptmann Johner, F/A-18 Pilot der Staffel 11 wie auch Leader (Turbo UNO) des PC-7 TEAMs, führte sehr souverän, professionell und motiviert durch den Tag. 

Der Kommandant des Flugplatzes Meiringen, Oberst im Generalstab Reto Kunz, liess es sich nicht nehmen, uns persönlich zu begrüssen und einige Informationen zur Organisation der Luftwaffe wie auch zum Flugplatz Meiringen zu geben.

So besteht die Schweizer Luftwaffe neben ihrer Operationszentrale, der Ausbildungs- und Trainingsbrigade vor allem aus ihren fünf Flugplatzkommandi sowie den Fliegerstaffeln. Während die Staffeln 17 (Falcons) und 18 (Panthers) in Payerne stationiert sind, beherbergt Meiringen die Staffel 11 (Tigers). In Dübendorf und Locarno ist das PC-7 TEAM (Display Team), in Emmen die Drohnenstaffel 7 sowie die Patrouille Suisse (Display Team) beheimatet. 

Nach Begrüssung, Einführung, Film und Worte des Kommandanten ging es auf den Rundgang. Auf dem Flughafen arbeiten total 200 Personen, darunter auch 20 Lehrlinge. Ein Höhepunkt des Rundganges war die Besichtigung einer Tiger F-5, in welche man sich auch setzen durfte. Die F-5 ist ein einsitziges, leichtes, taktisches Jagdflugzeug mit einer maximalen Geschwindigkeit von Mach 1,6 (1700 km/h). Gebaut wurde der Tiger 1962 bis 1987. 

Nach einem spannenden Morgen wurde der Tag durch einen gemütlichen, kulinarisch geprägten Nachmittag abgerundet. Meiringen ist, der Name lässt es erahnen, Geburtsstätte der weltberühmten Meringues. So erfuhren wir in einer Backstube nicht nur, wie Meringues hergestellt werden, sondern hörten auch Anekdoten rund um das süsse Gebäck. Dieses soll der Legende nach um 1600 vom italienischen Zuckerbäcker Gasparini erfunden worden sein. Von Meiringen aus gelang es früh auch ins französische wie auch englische Königshaus. 

Immer wenn ich seither bei Fluggeräuschen nach oben blicke, scheinen die Flugzeuge viel langsamer zu fliegen als zuvor. 

Olivier Barthe, Mitglied HEV Dietikon-Urdorf