51 Minuten waren am Freitagabend gespielt. In einer ausgeglichenen Partie führte der Gastgeber aus Baden mit 3:1, als Fricktal-Trainer Pascal Koch zum Timeout rief. Genaue Anweisungen sollten den Spielern den Weg weisen, wie dieses Spiel noch zu drehen wäre. Kaum zurück auf dem Feld kamen die Fricktaler jedoch gar nicht dazu, den Plan umzusetzen. Eine gegnerische Freistossvariante verteidigten die Fricktaler zum wiederholten Male an diesem Abend schlecht: 4:1 für die Badener. Die Entscheidung war gefallen und die Wirkung des Timeouts hatte nicht den gewünschten Erfolg gebracht. Ja, sie war schliesslich sogar kontraproduktiv gewesen.

Gleiches Szenario am Sonntagabend in Magden gegen Gruppenfavorit Eggiwil. Wiederum verhältnismässig früh nahmen die Fricktaler Interimstrainer um Delaquis, Schneider und Brunner ein Timeout. Gerade eben hatte Eggiwil in einem packenden Spiel mit 4:3 vorgelegt. Es war ein enges Spiel und man fragte sich in diesem Moment, wäre es nicht ratsam gewesen, das Timeout bis kurz vor Schluss aufzubewahren? Und dann einzusetzen, wenn die Fricktaler womöglich mit aller Kraft noch den Ausgleich erzwingen würden? Nein, es war der richtige Moment und verfehlte seine Wirkung nicht. Nur zwei Minuten nach dem Timeout glichen die Fricktaler wiederum aus. Schliesslich reichte dies in die Verlängerung und in dieser musste sich die tapfer kämpfende Heimmannschaft erst in der letzten Minute der Verlängerung geschlagen geben.

Überzeugende Leistung, fehlendes Glück

Es sind zwei Spiele in dieser Doppelrunde, in denen die Fricktaler über die gesamte Spielzeit überzeugendes Unihockey zeigen. Schliesslich fehlen vor allem Glück und wenige Details, welche den Unterschied ausmachen. Gegen Baden beispielsweise sind es Freistossvarianten und die Ausnutzung gegnerischer Fehler – das macht der Gastgeber besser als Unihockey Fricktal. Zum anderen verpassen es die Fricktaler besonders im zweiten Drittel, mehr Tore zu erzielen. In diesem verzeichnen sie ein Chancenplus, welches sie zu knapp und nur mit 1:0 für sich entscheiden.

Jedoch muss auch gesagt sein, dass die Qualität der Fricktaler Abschlüsse nicht mit denen der Badener mithalten kann. Einerseits ist die Präzision beim Gastgeber besser. Andererseits mag auch die Fricktaler Schusshärte nicht mit der von Badener Ausnahmespielern wie Brunner, Rüegg und Müller mithalten.

Im Kampf um die Playoffs mit dabei

Im Heimspiel vom Sonntag gegen die noch stärker einzuschätzenden Eggiwiler ist es vor allem deren Torhüter, welcher die Fricktaler lange verzweifeln lässt. Dieses Mal stimmt die Qualität der Abschlüsse, nur das Glück fehlt in vielen Abschlüssen. Inklusive Verlängerung ist es ein ausgeglichenes Spiel zwischen dem Gruppenfavoriten und den Fricktalern, welche gerne zum ersten Mal in die Playoffs (Top 8) der 1. Liga vorstossen würden.

Die beiden Auftritte lassen den schwachen Auftritt gegen den Tabellenletzten aus Moosseedorf (9:10-Niederlage nach Verlängerung) vergessen. Die Fricktaler liegen auf Rang 9 und sind im Kampf um die Playoffs voll dabei.