Eishockey

Erste Saisonniederlage für den EHC Basel – auswärts gegen Bülach

Der EHC Basel (am Boden) kassiert die erste Saisonniederlage in Bülach.

Der EHC Basel (am Boden) kassiert die erste Saisonniederlage in Bülach.

Der EHC Basel verliert in Bülach nach einem verunglückten Mitteldrittel mit 3:7 Toren. Erstmals diese Saison in einem Ernstkampf für Basel im Einsatz war Hagen sowie der aus Thurgau verpflichtete Rattacci.

Basel startete sehr passiv in die Partie. Für Rubio Schir, einer der wenigen Basler Lichtblicke an diesem Abend, sehr schwer nachvollziehbar: «Die ersten paar Minuten haben wir wie in Seewen wieder verschlafen.» Erst nach dem Führungstreffer von Bülach kamen die Gäste besser ins Spiel. Nach zuvor einigen vergebenen Chancen erzielte Schir noch vor der ersten Sirene den verdienten Ausgleich.

Das Mitteldrittel begann Basel stark. Der Ertrag dieser Druckphase war aufgrund der Anzahl herausgespielten Chancen mit nur einem Tor zu gering. Dies sollte sich in der Folge rächen. Die Gastgeber nutzten ein erstes Überzahlspiel zum Ausgleich und doppelten Sekunden später nach. Eine unglückliche 2x2 Minutenstrafe gegen Maurer wegen hohem Stock ermöglichte Bülach einen weiteren Treffer in nummerischer Überzahl.

Nach dem Anschlusstreffer von Bertschy im Nachsetzen, stellte Thöny mit seinem vierten Scorerpunkt den Alten Vorsprung nur Sekunden später wieder her. Fünf Gegentore innerhalb von fast 10 Minuten waren eindeutig zu viel. «Eigenfehler, Scheibenverluste im Spielaufbau, nicht konstant genug, kein Spielfluss», so die Erklärungsversuche von Schir nach dem Spiel. Tatsächlich war die Defensivleistung heute nicht so gut wie auch schon. Man fand selten Zugriff auf den Gegner, der insbesondere vor dem Basler Tor viele Freiheiten genoss, was kaltblütig ausgenutzt wurde.

Schlechte Chancenauswertung

Positiv war, dass die Mannschaft nicht aufgab und im Schlussdrittel nochmals alles versuchte. Mit mehr Wettkampfglück wie beim Lattenschuss von Gfeller nach 43 Minuten und weiteren teils 100%igen Möglichkeiten durch Lanz, Sahli, Hrabec, Tuffet, Schir und Hunziker wäre es nochmals sehr spannend geworden. Statt Basel traf aber nur noch Bülach kurz vor Schluss nach einem Fehlentscheid des auch nicht fehlerfreien Schiedsrichters zum 7:3-Entstand.

Mit der Chancenauswertung haderte auch Rubio Schir: «Wir haben viele gute Chancen herausgespielt. Da hätte für uns viel mehr rausschauen können. Der Puck wollte einfach nicht rein. Das Glück hat gefehlt und Bülach hatte heute einen sehr guten Goalie.» Der EHC Basel muss nun am Samstagabend in Morges eine Reaktion zeigen. Schir ist für dieses Spiel positiv gestimmt, sofern sie das ganze Spiel so durchziehen wie heute im letzten Drittel sowie den Start besser hinkriegen würden…

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