STV Spreitenbach

«Endlich wieder Unihockey!»

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Foto: Lucas Hodel.

Sieg beim Comeback

Foto: Lucas Hodel.

Spreitis Herren und Damen versuchten sich mit unterschiedlichem Erfolg auf dem Grossfeld. Es war der erste Ernstkampf seit einem halben Jahr.

Fast ein halbes Jahr war es her, seit die Teams aus Spreitenbach den letzten Ernstkampf bestritten hatten. Nun war es endlich wieder soweit – endlich wieder Unihockey! Allerdings im Exil. Spreiti musste sich kurzfristig nach einer externen Lösung für seine Heimspiele umsehen, da die heimische Seefeldturnhalle aufgrund sanitärer Probleme nicht «bespielbar» war. Man wurde jedoch dank guter Kontakte relativ rasch fündig: die Heimspiele fanden schliesslich in Buchs ZH in der Pemo Arena statt.

Damen vs Visper Lions

Um 11:30 Uhr empfingen also in Buchs ZH die Damen des STV Spreitenbach den haushohen Favoriten aus Visp. Es darf hier eine Premiere in der Geschichte des STV Spreitenbach erwähnt werden: Ein Team aus drei Damenteams tat sich zusammen, mit Spielerinnen vom Damen 1, Damen 2 und den Juniorinnen A. Der Grossfeldcup stand bei den Damen ganz klar im Zeichen: Spass haben und Erfahrungen sammeln. Über die Hälfte des Kaders war noch nie auf einem Grossfeld gestanden, ein Training hatte nicht stattgefunden. Entsprechend verliefen das Einspielen und das 1. Drittel. Die Coaches hatten alle Hände voll damit zu tun, taktische Anfänger-Inputs zu geben. Der Gegner war aber auch gleich ein grosses Kaliber: Visp spielt in der NLB. Und auch sie hatten wohl nach 6 Monaten mal wieder richtig Bock auf Unihockey. Spreiti gewährte den Walliserinnen Mal für Mal viel zu viel Platz und so stand es nach dem 1. Drittel 0:11. Hätte Francesca Perez nicht noch 2-3 Big Saves ausgepackt, wäre das Resultat noch höher ausgefallen.

Spreiti fing sich je länger das Spiel dauerte, zu Chancen kam man allerdings selten. Wobei – gleich zu Beginn des 2. Drittels boten sich mehrere Möglichkeiten auf den Ehrentreffer. Aber Neuzugang Senn (Ex-Chillis) auf tolles Zuspiel von Egli und Bauer per Penalty scheiterten leider beide. Auch Dribbelkünstlerin Hirt stellte Visp 2-3-mal vor Probleme, reüssieren konnte aber auch sie nie. Nach dem 2. Drittel stand es 0:17 und es blieb das klare Ziel, hier wenigstens noch ein Tor zu erzielen. Die Torhüterleistung von Juniorin (!) Flavia Rüegger darf und muss hier noch erwähnt werden. Sie zeigte einige wunderbare Paraden und wurde sogar von der Schiedsrichterin während des laufenden Spiels dafür beglückwünscht, was unsere Nachwuchstorhüterin leicht verwirrt zurückliess.

Im 3. Drittel übertrieb es Visp fast etwas beim Forechecking und beim «Zaubern» und schoss «nur noch» 5 Tore. Das Highlight aus Spreiti-Sicht war ganz klar, als «Pitbull» Tanja Plapp einer gestandenen NLB-Verteidigerin den Ball abluchste und diesen dann auch noch der Torhüterin zwischen den Hosenträgern hindurch ins Tor beförderte! Riesiger Jubel auf der Bank der Spreitenbacherinnen. Das Ehrentor war Tatsache. Am Ende siegte Visp ohne an die Grenze gehen zu müssen mit 22:1 und steht erwartungsgemäss in der nächsten Runde. Für die Spreitenbacherinnen war es eine coole Erfahrung und Tanja Plapp darf sich darüber freuen, gegen ein NLB-Team getroffen zu haben.

Herren vs Basel United

Um 16:00 Uhr waren die Herren an der Reihe. Mit einem starken Aufgebot, bestehend aus beinahe dem kompletten Herren-1-Kader sowie drei Spielern aus der 2. Mannschaft und einem Pensionär, trat man gegen Basel United an. Einen Gegner, den man kennt: Vor zwei Jahren scheiterte man im Grossfeldcup an genau diesem Gegner in der Verlängerung. Doch dieses Jahr war Spreiti so richtig heiss aufs Spiel. 6 Monate durfte man nicht mehr in die Hosen: Zu lange, um hier etwas anbrennen zu lassen. Reto Putzi hielt seinen Kasten mit einer hervorragenden Leistung 40 Minuten rein, Mese Heymann rettete im Schlussdrittel mehrmals, als man in Konter lief, musste sich aber leider 20 Sekunden vor Schluss doch noch bezwingen lassen. Es war das einzige Gegentor am heutigen Tag. Spreiti hatte das Spiel jederzeit im Griff. Schon nach gut 6 Minuten ging man in Führung, als Geissmann im Gestocher vor dem Tor den Überblick behielt und den Ball über die Linie drückte. Knapp 7 Minuten später doppelte Nachwuchshoffnung Wacker mit einem schönen Schuss nach. Von Basel United kam herzlich wenig. Nach dem Tee ging es 10 Minuten, ehe René Frei einen Konter erfolgreich abschloss. Nur 2 Minuten später erneut ein Spreitenbacher Konter, Geissmann auf Wacker – 4:0. Dann holte sich Basels Schlussmann mit einer dummen Aktion eine 10+2 Min. Strafe. Capitano Nüesch fackelte im Powerplay nicht lange und hämmerte das Spielgerät unter die Latte – 5:0. Dass es so gut laufen würde, hatte man beim Heimteam nicht erwartet und traute dem Braten noch nicht ganz. «Da kommt noch was vom Gegner im 3. Drittel!». Doch da kam überraschend wenig. Im Gegenteil: Nicht lange nach Wiederanpfiff war es Lukas Zweifel, der mit dem 6:0 das Spiel entschied. Basel war platt, Spreiti extrem abgeklärt – wobei, klar: Es geht auch leichter, wenn es läuft. Die Coolness war dennoch beeindruckend. Trotzdem wollte dann jeder noch ein Tor machen und man lief, wie erwähnt, in Konter. Basel fehlte jedoch die Kraft, um zu reüssieren. Pasci Meier stellte 10 Minuten vor Schluss auf 7:0 und kurz darauf Andy Füglister nach einem Energieanfall auf 8:0. Wie gesagt: 20 Sekunden vor Schluss dann der Schönheitsfehler im Spreitenbacher Spiel mit dem 8:1. Doch was soll’s! Es war ein souveräner Auftritt gegen einen allerdings auch erschreckend harmlosen Gegner, der wohl auch noch sehr wenige Trainings in den Beinen hatte. Herauszustreichen gilt, dass das Engagement des neuen Konditrainers sicher Früchte trägt: Die Spreitenbacher Herren scheinen gut in Form. Schon im April hatte man in 2er-Grüppchen individuell das Konditraining aufgenommen und kann sich jetzt, wo die Hallen wieder geöffnet sind, auf das Unihockey konzentrieren. Im September kommen nun die ersten Härteprüfungen: Im Ligacup (Kleinfeld) trifft man auf den UHC Mutschellen (4. Liga KF). Ein Sieg ist hier Pflicht. Im Grossfeldcup hingegen ist man gegen Deitingen (1. Liga GF) ganz klar Aussenseiter. Über die Spielzeiten werden wir zu gegebener Zeit informieren. Am 20. September beginnt dann die Saison in der 1. Liga KF. Unsere Damen geniessen übrigens auch in Runde 2 des Ligacups ein Freilos und greifen erst im Oktober ins Geschehen ein.

Danke allen Helfern und allen, die diese Cupspiele im Exil möglich gemacht haben. #allizeme

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